Gizella és kora (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 4. 1993)

Praznovszky, Mihály: Königin Gizella in den ungarischen historischen Dramen

„Stephan, der erste König der Hungaru". Es wurde in Deutsch aufgeführt, wie auch das Drama von Kotzebue im Jahre 1812: „Ungerus erster Wohltä­ter". Im Jahre 1813 erklang auf einer weltlichen Bühne zum ersten Mal in ungarischer Sprache der Name von Gizella und zwar in dem Werk von Ka­tona József: „István a magyarok első királya" (István der erste ungarische König). Von da an ist die Serie der ähnlichen Stücke unzählbar. Aus dem Jahre 1815 kennen wir ein Fragment des István-Dramas von Berzsenyi Dániel. Im Werk von Szigligeti Ede: „Vazul" aus dem Jahre 1839 spricht man über Gizella als wäre sie dessen Schwester gewesen(!) und sie war der Füh­rer der Intriganten und Peter war ihr Sohn und deshalb setzt sie alles ein, um ihm den Thron zu sichern. Im Jahre 1858 hat die Ungarische Weissenschaftliche Akademie einen Preiswettbewerb für ein Drama ausgeschrieben und da wurde auch ein Trauer­spiel in vier Aufzügen unter dem Titel, „König István der Heilige" einge­reicht, aber dieses Drama liegt auch Heute noch als Manuskript in der Aka­demie. Man kann nur hoffen, daß es auch nie aufgeführt wird, denn darin ist Gizella als ein „machinierendes Weibsbild dargestellt, die nur die Frem­den unterstützt und die gutgemeinten Pläne ihres Gemahls sehr oft über­kreuzt, sie ist eine Peitsche gegen die Nation - spricht über sie Endre, der junge Prinz aus dem Arpaden-Haus. Sie war es, die Vazul blind und taub machen ließ". In Wirklichkeit macht sie dies aus Rache, „da der stattliche Prinz einst ihre Liebe zurückgewiesen hatte". Aber auch in den publizierten und aufgeführten Dramas wurde Gizella nicht vorteilhafter dargestellt. Auch in dem Drama von Dobsa Lajos vom Jahre 1880: „König István I." ist wieder sie die Intrigante, aber hier wollte sie ihren Liebhaber, Peter, aus dem Bett zum Thron erheben. Das Stück von Váradi Antal, das er im Jahre 1896 unter dem Titel „István király (Kö­nig Stephan)" schrieb, war die Quelle des Libretto der Oper von Erkel Fe­renc, die im Rahmen einer Festvorstellung zum Anlaß der Millenium-Feier am 2-ten Mai 1896 zum ersten Mal gespielt und nachher sehr oft an Natio­nalfeiertagen aufgeführt wurde. Um die Jahre des Milleniums - aber auch bei anderen namhaften Jubile­umsfeiern - vermehrten sich die István-Dramas. Zu einem solchen Anlaß schrieb Szász Károly sein Werk: „István vezér (István, der Führer)" und Szalkay Károly sein Drama mit dem Titel: „Csanád". In den 1930-er Jahren erschienen in Hülle und Fülle die Dramen in Be­ziehung mit König István und seiner Familie. Cselkötei Lajos: „Első István Király (König István der Erste) (1929)", Kállay Miklós: „A liliomos ki­rályfi (Der lilienweiße Prinz) (1930)", Kerling János: „A marosi vadvirág (Die Feldblume aus Maros) (1930)", Pohárnok Jenő: „A glóriás herceg (Der Prinz mit Glorienschein)", Tordai Ákos: „Imre királyfi (Prinz Imre)", 99

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