Sebestyén Gyula emlékére (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 1. 1989-1991)

Emőke Lackovits: Gyula Sebestyén und die Sammlerverbände auf dem Lande

18. U.ott 133. 19. SEBESTYÉN Gyula: Négy emlékirat. Ethn. 1914. 129-150. 20. DIÓSZEGI Vilmos: Sebestyén Gyula jelentősége a néprajztudományban. Ethn. 1964/3. (384-401.) 389. EMŐKE S. LACKÓVITS GYULA SEBESTYÉN UND DIE SAMMLERVERBANDE AUF DEM LANDE In der Zeitschrift Ethnographia kann man schon seit dem vorigen Jahrhundert verschiedene Aufrufe zur Sammlungstätigkeiten lesen, in denen man die sich für die Ethnographie Interessierenden bittet, Volksgedichte, Volkslieder und Bräuche an wichtigen Feiertagen zu sammeln. Die meisten dieser , Aufrufe stammten von Gyula Sebestyén, der sich damit nur nach dem Vorhandensein gewisser ethnographischer Erscheinungen erkundigte, den die Einzel-heiten hat er selbst auf Ort und Stelle auf­gearbeitet. Die Tätigkeit von Gyula Sebestyén in dem Organisieren der Sammelarbeit, seine überzeugende, argumentierende Arbeit, seine bis heute beeindrucksvollen Feststellun­gen können auch zur Zeit noch als massgebend betrachtet werden. Das war eines der wesentlichen Gebiete seiner Tätigkeit. Im Jahre 1907 haben finnische, schwedische, norwegische, deutsche und dännische Weissenschaftler die Folklore Fellows gegründet, der sich im Jahre 1908 auch die Unga­rische Ethnographische Gesellschaft angeschlossen hat, aber die ungarische Sektion wurde erst 1911 unter dem Vorstand von Gyula Sebestyén gegründet. Seine Zielset­zung war: durch Ausbildung und Einbeziehung zuerst ungarischer Forscher,dann aber auch der Forscher der verschiedenen Nationalitäten, das Kulturerbe sowohl des Ungarntums als auch der Nationalminderheiten in vollem Ganze einzusammeln, und es den ungarischen und ausländischen Wissenschaftlern in gleicher Weise zugänglich zu machen. Genau so stellte er sich auch für die heimischen Fachleute die Zugänglichkeit des ausländischen Materials vor. Bei dieser Arbeit rechnete er vor allem mit den frei­willigen Mitarbeitern, da er sich der Riesenaufgabe dieser ethnographischen Arbeit bewusst war, die von einem Menschen, aber auch von einer kleinen Gruppe von Ex­perten nicht geschaft werden kann . Um die Arbeit der freiwilligen Sammler zu erleich­tern, Hess er zusammen mit Aladár Bán die „Mitteilungen" (Tájékoztató) erscheinen. Kurz nach der Erscheinung wurden 11 Tausend Exemplare gekauft. Um die Sammeltätigkeit je erfolgreicher zu fördern, ver anstaltete man auf dem Lande Wanderversammlungen, an denen Gyula Sebestyén immer teilgenommen hat. Damzufolge wurden dann zwischen 1912-1914 die Sammelverbände auf dem Lande­in Sárospatak, in Eger, in Pápa, in Baja, in Pécs, in Kassa, in Szeged, in Kecskemét, in Komárom, in Győr, in Csurgó, in Csáktornya, in Kisújszállás, in Nagyszalonta, in Gyula - in 14 Provinzstädten mit 41 Instituten gegründet. Im Laufe der Arbeit hatten sie bald viel zu tun, die materiellen Schwierigkeiten zu überwinden. Die Bemühungen von Gyula Sebestyén waren diesbezüglich nicht sehr erfolgreich. Trotzdem war damit die freiwillige ethnographische Sammelbewegung angebahnt In kurzer Zeit hat man ein Folklormaterial von etwa 26 Tausend Seiten gesammelt, das auch heute noch als Fundgrube für die Wissenschaftler gilt. Die freiwil­lige ethnographische Sammlerbewegung besteht und lebt Dank der Arbeit der in der Provinz lebenden Mitglieder. 31

Next

/
Oldalképek
Tartalom