„...Illő hozományokkal felszerelve...” Kiss Ilona magángyűjteményének textíliái

denn so werden sie zu ihren persönlichen Bekannten und dadurch entsteht eine unzertrennbare Beziehung zwischen ihr und ihren lieben Gegenständen, da sie überzeugt ist, daß in jedem Stück ein Schicksal und eine einmalige Persönlichkeit verborgen ist. Von al­len ihren gestickten Leinensammeistücken fertigt sie eigenhändig Zeichnungen in originaler Größe und mit den originalen Mustern und bewahrt sie in einer Mustersammlung, die zur Zeit schon über hundert Seiten beträgt. Auch heute noch setzt sie ihre Tätigkeit fort, weder Geld noch Strapazen zu scheuen und vermehrt ununterbrochen ihre Samm­lung „mit handbestickten" Leinenstücken, um damit ein Denkmal der schöpferischen Freude, den fleißigen Frauenhänden, den Schöpfern selbst und der verschwundenen Lebensweise einer Ge­meinschaft zu stellen. Die Ausstellung will diese reiche Sammlung so darstellen, daß man zugleich auch die Arbeitsprozesse und die Werkzeuge kennenlernt, die mit dem Herstellen des Leinenzeugs verbunden sind, vom Säen des Hanfsamens bis zur Ingebrauch­nahme. Die Textilien werden aufgrund ihres Anwendungsbereichs gruppiert den Besuchern vorgestellt. II. Wie aus dem Hanf Leinwand wird Bis Mitte des 20-sten Jahrhunderts hat man das aus Hanf her­gestellte Grundmaterial für die in den Haushälten gebrauchten Textilien, bis zur zweiten Hälfte des 19-ten Jahrhunderts sogar für Unterwäsche und Oberkleidung gebraucht. Der Hanf (cannabis sativa) wurde bis zur Grundkommasierung (Aufteilung von Bodenflächen und Katastrierung) von einzelnen Familien in der Nähe der Siedlung auf einem gewissen Platz, auf den sog. „Hanffeldern", später auf einem eigens für diesen Zweck geeignetsten und sehr sorgfältig bestellten Grundstück, zur be­stimmten Zeit angebaut. In Nyäräd sagte man: „Hanf darf dann ge­sät werden, wenn die Zsófi vom Ofen herabsteigt", d. h. im Monat Mai, nach den Eisheiligen. Die zur Verarbeitung geeigneten Pflan-

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