„...Illő hozományokkal felszerelve...” Kiss Ilona magángyűjteményének textíliái

...Mit entsprechenden Mitgiften ausgerüstet... " Die Textilien der privat­sammlung von Kiss Ilona I. Kiss Ilona und ihre Sammlung Sie kam am 15-ten September 1912 an einem Sonntagmorgen in Nemeskisfalud (Komitat Somogy) als Tochter des reformierten Seelsorgers Kiss Zoltán zur Welt. Hier konnte sie ihre Umwelt ka­um kennenlernen, denn die Familie zog bald nach Kákics im Komi­tat Baranya unter die sog. „Ormanen" (ormánság=Volksgruppe und Landschaft in Süd-Westen Ungarns) mit ihrer schönen weißen Volkstracht und eigenartigen, schönen Mundart. Nach drei Jahren, 1915 ließ sich die Familie Kiss endgültig in Nyárád nieder, wo „alle Frauen schwarze Kleider trugen und weder die Liebkosung noch die Zärtlichkeit kannten". In einer Sache aber ähnelten die zwei Dörfer einander: in beiden herrschte in den Fa­milien der reformierten Ureinwohnerschaft das selbstmörderische Einkindsystem. Der Vater von Kiss Ilona war über fünfzig Jahre der Pastor dieses Volkes in guten und schlechten Zeiten. Kiss Ilona hat dieses Volk kennengelernt und liebgewonnen - sie wurde zu ei­ner wahren Nyáráderin. Hier, in ihrem zweiten Heimatsdorf besuchte sie die Elementar­schule, bald folgten vier Gymnasialklassen in dem Päpaer Refor­mierten Kollegium. Danach lernte sie im Natus (Mädchenerzie­hungsanstalt in Pápa) und erwarb im Jahre 1931 das Lehrerdip­lom. Vier Jalire hindurch unterrichtete sie in Geszt, bald nach dem Absolvieren einer Hochschule in Budapest arbeitete sie als Mittel-

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