Perémi Ágota (szerk.): Hadak útján. Népvándorlás Kor Fiatal Kutatóinak XXIII. konferenciakötete (Veszprém, 2016)

Gulyás Edina: Megjegyzések az avar kori Kárpát-medence mellkeresztjeinek kapcsolatrendszeréhez

Gulyás Edina ANMERKUNGEN ZUM BEZIEHUNGSSYSTEM DER BRUSTKREUZE DES AVARENZEITLICHEN KARPATENBECKEN Zahlreiche christliche Gegenstände sind zwischen den avarenzeitlichen Denkmäler des Karpatenbecken befindlich, deren Träger man Zutrauen kann, dass sie schon in irgendeinem Maße in Berührung mit dem Christentum kamen. Zwischen diesen Gegenständen kommen die Brustkreuze verhältnismäßig in kleiner Zahl vor, aber in Verbindung mit diesen Funden stellt es sich die Frage sofort, ob ihre Träger christlicher Mensch war? Wenn man diese Gräber, die weiteren Grabbeilagen, die umliegenden Gräber und den Friedhof in seiner Ganzheit gründlicher untersucht, kann man eindeutige christliche Individuen in dem avarenzeitlichen Karpatenbecken kaum finden. Die Klassifikation der bis der Jahrtausendwende gefundenen avarenzeitlichen Brustkreuze führte Éva Garam aus, aber seither kamen mehrere weitere Stücke ans Tageslicht. Ich zog Éva Garams Klassifikationssystems in Betracht, aber der Akzent wurde auf andere Richtlinien - vorrangig auf die formalen Eigentümlichkeiten - gelegt. Auf Grund dieser Charakteristika bilden die präsentierte 28 Brustkreuze fünf Hauptgruppen und innerhalb dieser gibt es noch weitere Untergruppen nach der Mache und der Verzierung. Auf Grund der Friedhöfe und des bunt gemischten Fundmaterials der Gräber kann man ein gemischtes ethnisches Bild Zutrauen, deshalb finden mehrere Forscher derzeit einen religiösen Synkretismus im Kreis der Avarén am möglichsten. Von einem reinen Christentum kann man in dieser Zeit bei den Avarén noch nicht sprechen (im Fall der romanisierten Bevölkerung gar nicht), trotzdem ist die gänzliche Ablehnung der Hypothese des in irgendeinem Maße anwesenden Christentum auch nicht annehmbar. 96

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