Perémi Ágota (szerk.): Hadak útján. Népvándorlás Kor Fiatal Kutatóinak XXIII. konferenciakötete (Veszprém, 2016)
Varga Máté: A kaposmérői késő avar kori temető temetkezési szokásai
Máté Varga DIE BEGRABUNGSSITTEN IM AWARENZEITLICHEN GRÄBERFELD VON KAPOSMÉRŐ Der Großteil des awarenzeitlichen Gräberfeldes von Kaposmérő wurde wahrscheinlich - durch Tonbergbau - zugrunde gegangen, trotzdem wurden 260 Gräber unter4 Jahren gerettet und freigelegt. DieGräber waren Nord-Süd orientierte Schachtgräber, anomalische Gräber wurden nur in einigen Fällen beobachtet. Die Toten wurden meistens in Sarg begraben, manchmal in Leichentuch gewickelt, und in einigen Fällen befand sich im Grab eine „Kalkschicht". Im Gräberfeld wurde ein Reitergrab freigelegt, aber es war sicherlich nicht einzigartig. Im Friedhof war häufig die Beigabensitte, trotz des hochgradigen Grabraubes und Störung, enthielten die drei Viertel der Gräber irgendwelche Beigabe. Herausragend ist die Zahl der Gräber mit Beigabe von Speisen und Getränken, so ist die Menge von Keramik auch bedeutend. In 5 Fällen waren auch Spuren von Eimer auch aufzufinden. Die Männergräber waren ärmer an Beigaben, häufig war das Eisenmesser, die Eisenschnalle, selten der Funkenschläger und der Feuerstein auffindbar. In kleiner Anzahl befinden sich Waffengräber auch (Axt, Lanze, Schwert, Bogen). Einige prestigevolle Männergräber beinhalteten eine volle oder partielle Gürtelgarnitur. Die Frauen- und Kindergräber waren viel reicher. In Frauengräbern befanden sich verschiedene Ohrringe, Perlenketten, Armringe, Fingerringe, selten Anhänger. Bei den Frauen finden wir auch Gürtelbeschläge, Riemenende aber seltener als bei Männern. Neben den Kindern befanden sich ähnliche Gegenstände wie neben den Frauen, aber der Knochenkamm des Grabes 112 und die Gürtelgarnitur des Grabes 129 sind auszuheben. Aufgrund der freigelegten Gräber und Beigaben können wir feststellen, dass die Belegungszeit des Friedhofes in das 8. und den Beginn des 9. Jahrhunderts zu setzen ist. UnsereweiterenZielesinddievolleEinzelbehandlung und die Mitteilung dieser Ergebnisse. Wir meinen, dass wir durch die Veröffentlichung und Analyse des Gräberfeldes mit wertvollen Angaben zur Geschichte und Archäologie der spätawarischen Bevölkerung in der Umgebung von Kapos-Tal und Kaposvár beitragen können. Die angeführte Region ist reich an awarischen Funden, mindestens ein Duzend von awarischen Gräberfeldern kennen wir von hier: Kaposvár-Cser, Kaposvár-Kecelberg, Kaposvár-Töröcske (Zselickislak), Kaposvár-Umgehungsstrasse 61; Kaposvár-Wachhaus 40. (Fundort 33), Kaposvár-Toponár- Fészerlakpuszta, Kaposvár-Umgehungsstrasse 61; Fundort 26, Kaposvár- Gärtnerei/Wohnpark Ezüsthárs, Somogyaszaló, Csorna, Kapospula. Aufgrund der Obenerwähnten nehmen wir an, dass diese Gegend in der spätawarischen Zeit eine hochbedeutende Rolle gespielt hat, und anhand des Fundmaterials von mehreren Gräberfeldern ist festzustellen, dass die Gräberfelder von der Mehrheit der Bevölkerung noch im 9. Jahrhundert benutzt wurden. Ähnliche Feststellungen haben auch Kornél Bakay und Edith Bárdos angestellt, aber seit ihren Forschungen sind auch neuere Friedhöfe zum Vorschein gekommen. 171