Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)
Társasági élet, szórakozás - Hannes Stekl: Stadtjubiläum und bürgerliche Identität: Wiener Neustadt 1192–1892
Identitätsbildung — zwischen Beschwörung der Vergangenheit und Orientierung an der Moderne Wie jedes andere Jubiläum bezweckte auch die Wiener Neustädter „Jubelfeier" die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Stadtbevölkerung. Ein wichtiges Instrument bildete dabei die Aktualisierung von Geschichte in Ansprachen, Predigten und Festgedichten sowie in den Zeitungen der verschiedenen politischen Richtungen. Im Vordergrund standen einmal jene historischen Ereignisse bzw. Persönlichkeiten, welche die Stadt mit der Geschichte des Landes sowie mit seinen Herrschern verbanden und sie als kulturelles Zentrum auswiesen. Es handelte sich dabei um eine selektive (und historisch nicht immer exakte) Rezeption der Stadtgeschichte, welche die Verbindung von einer Gemeinschafts-feier, von der Selbstdarstellung der Stadt und ihrer Honoratioren sowie von einer dynastischen Huldigungsfeier ermöglichte. Ständig wiederkehrende Bezugspunkte bildeten der Beschluß zur Schaffung einer Grenzfestung durch den Babenbergerherzog Leopold V. im Jahr 1192 (recte 1194) sowie die Anlage der Stadt durch seinen Sohn (bemerkenswert ist hier der Umstand, daß man noch immer am Mythos der Stadtrechtsverleihung durch Leopold VI. festhielt, obwohl das sogenannte „Leopoldinum" bereits in den 1880er Jahren als Fälschung erkannt worden warder Aufenthalt des Minnesängers Ulrich von Liechtenstein um 1240, der Tod Herzog Friedrichs II. in der Schlacht an der Leitha 1246 (wobei man die Stelle seines Todes nach alter Tradition in den Bereich des Areals der Militärakademie verlegte 9 ), die Werke des Arztes und Dichters Heinrich von Neustadt (der sich möglicherweise 1312 in der Stadt aufhielt, dann aber nach Wien übersiedelte, wo seine großen Werke entstanden), die Geburt und die Bestattung Maximilians I. in der Neustädter Burg (1459 bzw. 1519), die Schenkung des „Corvinusbechers" 1487 (die man nach einer Überlieferung aus dem 18. Jahrhundert als großmütigen Akt des Siegers angesichts der tapferen Verteidigung der Stadt betrachtete 10 ), das „Blutgericht" Ferdinands I. von 1522, die Abwehr der Türken 1529 und 1683, das Wirken von Bischöfe Klesl und Kollonitsch während der Gegenreformation bzw. Türkenkriege (wobei selbst die Liberalen ersteren als Wahrer 399