Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)

Elit - Sigrid Freisleben: Politische Eliten – der Gemeinderat von Wiener Neustadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert

Die neue Gemeindewahlordnung nach dem Proportionalitäts­wahlrecht trat am 26. November 1912 in Kraft. Es gab nun vier Wahlkörper mit je zehn Gemeinderäten und fünf Ersatzmännern. Bei den Gemeinderatswahlen 1913 gingen die Sozialdemokraten erstmals als zweitstärkste Partei hervor, da sie von den Deutsch­nationalen 12 Mandate gewinnen konnten. Letztere blieben aber trotzdem mandatsstärkste Partei und stellten mit Viktor Praschek, dem Besitzer einer Eisenhandlung, den Bürgermeister. Den Sozial­demokraten gelang es immerhin, mit Anton Ofenböck die Position des Vizebürgermeisters zu erringen, der ab November 1918 die Amtsgeschäfte als Bürgermeister führte. Tabelle 7 Berufsstruktur des Gemeinderates 1913-1918 33 Berufskategorien I. Wk./E П. Wk./E Ш. Wk./E rV.Wk Ruhestand — — — 1/­Händler/Kaufmann 1/2 11­1/­— Fabrikant/Fabriksbesitzer — — 1/­— Freie Berufe, Beamte, Lehrer 8/2 6/­1/1 -12 Gewerbe — 1/5 3/3 2/1 Angestellte. 1/­1/­2/1 6/1 Arbeiter -/1 — 1/­[/­ohne Berufsangabe — — 1/­-/1 Summe 10/5 10/5 10/5 10/5 Die Zusammensetzung des Gemeinderates zeigt 1913 ein deut­lich verändertes Bild. Von den 40 Gemeinderäten und 20 Ersatz­männern wurden 29 bzw. 18 Mandatare zum ersten Mal in die Ge­meindevertretung gewählt. Zwei der elf wiedergewählten Gemein­deräte (der Kaufmann Heinrich Seiser und der Tischlermeister Franz Auer) hatten ihr Mandat seit der Ära Haberl inne, Dr. Josef Mayer bereits seit der Amtszeit von Bürgermeister Josef Pöck. Der Professor und spätere Direktor des Landes-Lehrerseminars war von 1880 bis 1918 ununterbrochen im Gemeinderat vertreten und damit der dienstälteste Mandatar des gesamten Untersuchungszeit­raums. Das Gewerbe bildete mit 15 Mandataren die zweitstärkste Be­rufskategorie; darunter befanden sich allerdings neun Ersatzmän­109

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