A Balaton-felvidék népi építészete. A Balatonfüreden, 1997. május 21-23-án megrendezett konferencia anyaga (Szentendre-Veszprém, 1997)

Gilyén Nándor: A műemléki topográfiák és a népi építészet

Die topographische Erfassung der Denkmäler und die Volksarchitektur NÁNDOR GILYÉN Die Einführung der Studie gibt einen Überblick über die Entfaltung des ungarischen Denkmalschutzes und stellt in diesem Zusammenhang fest, dass das erste Werk, das als Topographie betrachtet werden kann, im Jahre 1859 erschienen ist. Eine organisierte Publikation der Topographien begann jedoch erst im Jahre 1948, trotz der Tatsache, dass der ungarische Denkmalschutz bereits ab der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wesentliche Resultate aufweisen konnte. Bis jetzt erschienen 11 Bänder der Reihe „Denkmalschutz-Topographie in Ungarn". Die Erscheinung der Denkmalschutz-Topographie des Komitats Veszprém, nördlich vom Balaton, erwarten wir zu Beginn des nächsten Jahrtausends. Am Anfang musste die Anerkennung der Volksarchitektur-Denkmäler überhaupt als Denkmäler erkämpft werden, in welchem Bereich sich László VARGHA, einer der grössten Sachkundigen des Gebiets, grosse Verdienste erworben hatte. Im dritten Band der Topographien (Denkmäler im Komitat Nógrád) ist auch schon die Volksarchitektur vertreten und zwar mit der Beschreibung einiger Dörfer und einer kurzen einleitenden Studie. Ab dem siebten Band (Denkmäler des Komitats Heves) ist jeweils eine Beschreibung der Volksarchitektur aller Siedlungen anzutreffen und eine zusammenfassende Studie ist in Vorbereitung. Die Studie sucht im weiteren Antwort auf die Frage, was der Grund des schwierigen Zusammentreffens der Forschungsgebiete der Baugeschichte und der Volksarchitektur sein kann. Einer der wohlbekannten Gründe besteht darin, dass die Kunstgeschichte die Volkskunst, und inner­halb dieser die Volksarchitektur nicht in genügendem Masse als „grande art" betrachtet und die Ethnologie andererseits erachtet sie als eine von oben übernommene Kunst. Den anderen Grund find­et der Autor in den abweichenden Arbeitsmethoden der zwei Wissenschaftsbereiche, d.h. der Baugeschichte und der Ethnographie. Zuletzt möchte er darauf hinweisen, welche Dienste die topographische Forschung der Ethnologie erweisen kann. Eine detaillierte Datenerfassung, die sämtliche Siedlungen umfasst, ermöglicht die genaue Bestimmung der Verbreitung gewisser Erscheinungen im Raum (und z.Tin Zeit). Da die Topographie Verwaltungseinheiten berücksichtigt, die Grenzen von welchen mit denen der ethno­graphischen Regionen nicht identisch sind, besteht die Möglichkeit einer genaueren Abgrenzung der einzelnen Regionen und einer besseren Aufdeckung der Phänomene der Übergangszonen. Die geschichtliche und archivarische Forschung, die sich der Topographie anknüpfen, liefern zahlreiche nützliche Angaben auch vom Gesichtspunkt der Volksarchitektur aus. Schliesslich kann die topographische Forschung auch zu ethnographischen Bearbeitungen in engerem Sinne Ansporn geben. Wir dürfen jedoch von der Topographie die monographische Verarbeitung von Gebäuden, Siedlungen oder Phänomenen nicht erwarten, nicht einmal die topographische Vollständigkeit wegen Begrenzungen in Zeit und Umfang der Forschung. Deshalb stellt die Topographie nur die Grundlage der vollständigen Erfassung der Volksbaukunst dar. 405

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