Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)
Farkas Gábor: Vállalkozó polgárok Székesfehérváron a dualizmus korában
Eisenprodukte, Baumaterialien, Gewürz- und Südfrüchten anbelangt, kamen Großhandlungsunternehmen zustande, aber es wurden auch Fabrikkolonien (3 Lederfabriken, 1 Textilfabrik) und 30-50 Arbeiter und Angestellte beschäftigende Industriewerkstätten errichtet. Die geographische Lage der Stadt war für die Gründung von Unternehmen in den ersten Jahrzehnten der kapitalistischen Entwicklung sehr günstig: in den Jahren zwischen 1860 und 1896 wurden die Eisenbahnlinien angelegt und Székesfehérvár wurde ein Eisenbahnknotenpunkt und von hier wurden die Produkte in Richtung Budapest, Zagreb, Fiume, Steiermark und Wien weitertransportiert. Die Entwicklung war bis 1890-1900 fast störungslos, doch danach war eine gewisse Stagnation zu beobachten. Die stagnierenden Wirtschaftsverhältnisse konnten die kapitalstarken Gruppen nicht verkraften, so begann ab 1900 eine Strömung in die Hauptstadt, bald auch in andere industrielle Handelszentren der Monarchie und in die Zentren der Finanzwelt. Die Stadt kämpft seit der Jahrhundertwende mit stagnierenden wirtschaftlichen Umständen. Auch das Gesellschaftleben von Székesfehérvár widerspiegelt diese stagnierenden wirtschaftlichen Erscheinungen. Als historisches Erbe bewahrte die Stadt ihren Charakter als Verwaltungszentrum: an der Spitze der gesellschaftlichen Pyramide stehen die Beamten, die kirchlichen Persönlichkeiten, Offiziere, daneben beschäftigte sich der Großteil der Bevölkerung mit Agrartätigkeit, einerseits als Eigentümer, grösstenteüs aber als Einlieger. Die letzteren bildeten die Arbeiterreserven in den verschiedenen Zweigen des wirtschaftlichen Lebens. 259