S. Lackovits Emőke: „...jertek az Úr asztalához... s megelégszetek...”(439. dicséret). Református úrasztali textíliák a Dunántúlon (Veszprém, 1995)
Webleinen verwendet. Im 19-ten Jahrhundert gebrauchte man vor allem Leinen, Seide und Samt. Im 20-sten Jahrhundert hat man neben Damast, industriellen Textilstoffen und Spitzen hauptsächlich Samt verwendet. Die eigenartigsten, ältesten und abwechslungsreichsten Stücke stammen aus dem 16-17-ten Jahrhundert und aus der ersten Hälfte des 18-ten Jahrhunderts. Die Verzierungen befinden sich vor allem in den Ecken und an den Ränden und in der Mitte der Textilien, meistens in symmetrischer Weise und in der Mitte der Rände. Manche sind mit einer Aufschrift und Jahreszahl versehen. Die Aufschrifte beziehen sich oft auf den Anlaß der Schenkung, auf den Spender und auf das Datum der Geschenkgebung, aber es kommt auch vor, daß man aus der Heiligen Schrift je eine Zeile eingestickt hatte. An den Ränden ringsum verwendete man sehr oft aus Metallfäden gehäckelte Spitzen in Breite von 1,5-2,5 cm. Die Motiven gründen teils auf der Ornamentik der italienischen Renaissance: einzelne Teile der Oberfläche füllte man mit Rankenwerken aus, einzelne Teile sind hervorgehoben, die Anordnung ist proportioneil, die Pflanzenmotive herrschen vor. Die ganze Komposition ist gut wahrzunehmen. Eine andere Quelle des Motivschatzes bilden die östlichen, vor allem türkischen Zierelemente, deren Hauptmerkmale die sich der Mitte zu richtenden Eckmuster, die Assymmetrie, die stilisierten östlichen Pflanzen und die pflanzlichen Elemente innerhalb einer anderen Pflanze, der Gebrauch von silbernen und goldenen Plättchen und die reichen, glitzernden Stickereien sind. Selbstverständlich wurden die Kompositionen auf diesen Textilien dem ungarischen Geschmack entsprechend etwas verändert. In der Verbreitung der Muster spielten ausser den zu jener Zeit bekannten Stickmusterbüchern eine bedeutende Rolle auch die Berufssticker, die Wandergesellen, die Stickereikunst der adeligen Höfe und die türkischen Stickfrauen. Unter den Mustern findet man alle Sorten und Varianten der Granatäpfel (Zwerggranate, Großgranate, entweder ganz gespaltet oder geschnitzt, Innere des Apfels), türkische Birnen, verschiedene Zacken- und Schaufelblätter (Akanthus, Palmetta), 32