S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)

Német nyelvű rezümé

zogen sie Schnürstiefel oder Stiefel mit seitlichen Knöpfen an. Ansonsten trugen sie Halbschuhe, was als sehr abwechslungsreich genannt werden kann. Mit Rosen gezierten Seidenschuhe trugen sie in Hidegkút/Hidekut, Spangenschuhe in Magyarpolány/Polan, Tuch- oder Seidenschuhe mit Ledereinlage (einsohlige Schuhe auf ung. Apalat), die genauso an dem linken, wie an dem rechten Fuß getragen werden konnten, Lederschuhe, eventuell Lackschuhe und Spangenschuhe aus Seide trugen sie in Városlőd/Waschlud, Seidenschuhe mit rotem Band in Bánd/Banda. Es kann generell gesagt werden, daß der Schnurstiefel und der Spangenschuh in den deutschen Gemeinden feierliche Fußbekleidung war. An Werktagen zogen sie an mehreren Orten versohlte Holzschuhe an, die in Magyarpolány/Polan auch im Ball getragen wurden. Zu Hause, in den Zimmern mit meist erdigem Fußboden und im Hof trugen sie „Tutyi", der eine aus Tuch angefer­tigte, versohlte und geschlossene Fußbekleidung war. Dm anhabend gingen sie im Dorf auch auf die Straße. Es gab auch „Tutyi-Anfertiger", die diese Art von Fußbekleidung verkauften, von ihnen konnte man sie kaufen, wenn man sie zu Hause nicht anfertigen konnte. Nur zu Hause zogen sie den aus schlechtem Hut, aus einem Mantel ausgeschnit­tenen, in mehreren Lagen eigenhändig zusammengenähten Pantoffel, die sog. Patschke an. Im Sommer trugen sie manchenorts schon Sandale, aber sie liefen auch oft barfuß, obwohl sie so nie auf die Straße gingen. Tragart der Kleidungen und die Anlässe dazu: Die über Ausdrucks- und Mitteilungsabsicht, über inhaltliche Bedeutung verfügende Bekleidung war zu Feiern bestimmt. Sie können danach aufgegliedert werden, welche Arten von Feiern sie repräsentieren. Auf diese Weise können die Kleidungen der Feiertage des Kirchenjahres, der bedeutenden Tage und der Sonntage, Kleidungskollektionen der gemeindlichen Anlässe und der Familienfeste und die Festtracht der Wendepunkte des Menschenlebens differenziert werden. Die reichsten und meisten Variationen zeigen die Trachtkollektionen, die sich an die Feste des Kirchenjahres anknüpfen. Die Qualität und Farbe des Stoffes der oberen Kleider zeigten die Größe des Festes. In dieser, sich dem Glanz des Festes anpassenden Kleidungskollektion gingen sie aber ausschließlich in die Vormittagsmesse in die Kirche. Am Nachmittag zogen sie schon andere, nicht so prachtvolle und empfindliche Kleider an. Am Anfang des Kirchenjahres, zur Adventszeit, da es eine vier Wochen lange Fastenzeit ist, kleideten sie sich in Fasten gehörender Weise. Jeden Tag hatten sie dunkler Kleidung, dunkelfarbiger, höchstens kleingescheckter Barchent-, oder Flockenrock, ebensolches Tulifäntchen, schwarze Schußatlasschürze und dunkelgeschecktes Kopftuch an. Am Sonntag dagegen trugen sie grünen Maroqum-Satinrock, oder grünen Geweberock, ebensolches Tulifäntchen, schwarze Schußatlas- oder Satinschürze, grünes Gewebe-, grünes Seiden- oder rotkranziges schwarzes Tuch-, eventuell Samtkopftuch, aber sie durften auch schwarzes Seidentuch mit rotem Kranz, sowie blauen Duchessenrock mit schwarzer Bluse oder Tuhfäntchen, mit schwarzer Seidenschürze, rotem Kopftuch mit schwarzem Kranz anziehen und die Mädchen durften baren Hauptes sein. Schwarz mit blau anzupaaren bedeutete Halbtrauer. Während des neun Tage vor den Weihnachtsvigilien angefangenen 'Heilige Familie'­Ganges oder der Herbergssuche trugen die Alten zumeist Blaudruckrock und Tuhfäntchen, schwarze Schußatlasschürze, Blaudruck-Kopftuch und verhüllten sich mit einem großen Tuch, so gingen sie das Bild der Heiligen Familie tragend von Nacht zu Nacht zu jeder Familie, die diesen Brauch folgten. Auch das war eine Halbtrauer­Kleidung.

Next

/
Oldalképek
Tartalom