Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)
Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban
Adelsheer..." Kálmán Benda greift auf viele im Dualismus und zwischen den zwei Weltkriegen schon formulierte Behauptungen zurück, was die erste alte-neue Lesung der jahrzehntelang verschwigenen und verfluchten Insurgenz bedeutete. Die neue Station auf dem von Domokos Kosáry und Kálmán Benda markierten vorsichtigen „Rehabilitationsweg" bedeutete die von József Borus verfasstc, 1984 herausgegebene Kriegsgeschichte Ungarns' 6 , in deren erstem Band auch die französischen Kriege 57 behandelt werden. Der Autor beschäftigt sich mit der Insurgenz nur kurz, und die Insurgenten werden nur im Zusammenhang mit der Schlacht bei Raab erwähnt. Borus fasst die Mängel, die ungenügende Ausbildung und die schlechte Ausrüstung der Insurgenz zusammen, aber er erwähnt auch ein wichtiges und wesentliches Moment, dass die Insurgenten mit den Franzosen vor der Schlacht schon erfolgreich gekämpft hatten, sie sicherten den Rückzug des LX. kaiserlichen und königlichen Korps nach Ungarn. Diese Bemerkung is sehr beachtenswert, da in den früheren kriegshistorischen Werken keine Hinweise dafür zu finden sind, obwohl diese Tatsache zur richtigen Beurteilung der Insurgenz beitragen kann. Auch nach József Borus sind die Gründe für die Niederlage in den Fehlern der Heerleitung, in den falschen Entscheidungen des Generalstabs von Erzherzog Johann zu suchen. Ohne die Leistung der Insurgenten zu analysieren, verteidigt er sie gegenüber den Anschuldigungen von Petőfi, und hielt die Zeilen des Dichters für übertrieben. Die nächste Behauptung des Autors steht aber im Gegensatz zu dem vorherigen Gedankengang: seines Erachtens bewies die Niderlage bei Raab, dass „die schon längst überholte Insurgenz völlig unbrauchbar sei." 5H Wenn man aber die militärische Leistung der Insurgenten kennt, kann man mit dieser Meinung nicht eiverstanden sein. Der Ausdruck „völlig unbrauchbar" ist eine starke Übertreibung, die einfach nicht wahr, und auch noch demütigend ist. Selbst der Verfasser konnte den Widerspruch seiner Worte gespürt haben, denn er schließt den Absatz mit der Bemerkung ab, dass die Insurgenten 1811 und 1813, also nach der Schlacht bei Raab noch exerziert, aber nicht mehr eingesetzt wurden. In der Mitte der 80er Jahre wurden die Insurgenz in den napoleonischen Kriegen und die Beurteilung der Schlacht bei Raab vor allem durch die Arbeiten von Csaba Veress D. und Imre Odor in ein neues Licht gestellt. Zuerst veröffentlichte Imre Odor in der Mitte der 80er Jahre einige kleinere, aufmerksamkeiterregende Aufsätze über die Schlacht bei Raab 59 , dann erschien 1987 das Buch von Csaba Veress D. mit dem Titel „Die Truppen von Napoleon in Ungarn 1809" 60 . Imre Ódor untersuchte vor allem die Gründe der Niederlage, und wies auf die Widersprüche zwischen den Tatsachen der Quellen und der weit verbreiteten Meinung über die Schlacht hin. Csaba Veress D. stützt sich auf eine gewaltige Quellent)asis, er beschreibt und analysiert die Franzosen, bzw. die Österreicher betroffenen, in Ungarn geführten Kriegsoperationen von 1809. Dabei stellt er auch die Kriegsgeschichte des letzten ungarischen Adelsaufstandes als den 55 BENDA 452. 56 LIPTAI 57 LIPTAI 425-443. 58 LIPTAI 439. 59 ÓDOR 1985; ÓDOR 1986 60 VERESS