Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)

Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban

Philipp Stadion, die Tagebücher der an der Schlacht beteiligten Regimente und Batall ions, die Erinnerungen von Domherrn Lőrinc Hohenegger und Bischof Mihály Painter, der Bericht von Hauptmann Maretich, die Beschreibung der Schlacht durch Sándor Kisfaludy. 38 R. Kiss stellt noch fest: es ist ohne Zweifel, dass ein Teil der Insurgenten das Schlachtfeld noch vor der Erteilung des Rückzugsbefehls verlassen hatte. Die Gründe dafür waren die ungenügende Vorbereitung und Ausbildung der Aufständischen. Die Kavallerie konnte die vom Kartätschenfeuer ausgerissenen Pferde ohne entsprechendes Pferdegeschirr und Erfahrung nicht bändigen und auf dem Schlachtfeld halten. Es wäre auch für die reguläre Reiterei eine große Aufgabe gewesen. Er weist die Beschuldigung der Feigheit nachdrücklich zurück, und betont, dass der Rückzug der Infanterie und des Heeres gerade von der Kavallerie der Insurgenten gesichert wurde, was überhaupt nicht von Feigheit zeugt. Bei der Zusammenfassung der Niederlagengründe hebt er die schweren Fehler der Heerführung - den schlecht organisierten Nachrichtendienst, die Unterschätzung der feindlichen Kräfte, die Unentschlossenheit, die fehlende einheitliche Leitung und die Wahl der ungünstigen Positionen - hervor. 39 Das Werk von István R. Kiss wurde von vielen Zeitgenossen kritisiert. 40 Seine Arbeit wurde als voreingenommen und nicht objektiv eingestuft. Er versuchte zwar diese Kritiken zu widerlegen, 41 aber sein Buch zählt in der Geschichtsschreibung auch heute noch zu den historisierenden Werken, die die ruhmreiche Rolle des Adels darstellen. Die Bearbeitung des Themas wurde zwischen den zwei Weltkriegen fortgesetzt. In der Geschichtsauffassung der Horthy-Ära wurde die militärische Rolle der Insurgenz nicht gebrandmarkt, sondern der gegen die Franzosen kämpfende Adelsaufstand wurde neben den militärischen Traditionen von 1848/49 für ein Urbild der nationalen Armee gehalten. Einen wichtigen Anschauungswechsel bedeutete, dass der Mangel an Objektivität und die Idealisierung der Insurgenz, die für die früheren Studien charakteristisch waren, verschwanden, und in den fachwissenschaftlichen Studien der Epoche, die vor allem in der Zeitschrift Hadtörténeti Közlemények erschienen, kamen die Fachaspekte restlos zur Geltung. Es begann die objektive und gründliche kriegshistorische Bearbeitung der Adelsaufstände der napoleonischen Kriege. Diese Werke sind aber zu keiner umfassenden, die ganze Epoche aus mehreren Aspekten untersuchenden Synthese geworden, obwohl die kulturellen und politischen Verhältnisse dafür günstig gewesen wären. Nur einige kriegshistorische Zusammenfassungen sind Ausnahmen, z.B. die beliebte kriegshistorische Studie von Jenő Pilch aus 1933, 42 und die 1941 herausgegebene, aus 24 Bänden bestehende, kriegshistorische Zusammenfassung von József Bánlaky, deren 20. Band sich mit den Kriegsoperationen der französischen Kriege befasst. 43 Pilch schreibt über die Schlacht bei Raab, dass dieser Kampf die Unzweckmäßigkeit der jahrhundertealten Einrichtung der Insurgenz endgültig bewiesen 3S R. KISSI. 161-209. 39 R. KISS I. 206-209. 40 VISZOTA 1911; VISZOTA 1912; PETHŐ 41 R. KISS 42 PILCH 178-183. 43 BÁNLAKY 128-201.

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