Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)
Haderő és hadviselés 1809-ben - VIZI LÁSZLÓ TAMÁS: AZ 1809-es győri ütközet a magyar történeti irodalomban
seine Meinung im Quellennachweis in den Fußnoten, hier widerlegt er die gegen die Insurgenten vorgebrachten Beschuldigungen. Am Ende seiner Studie unterstützt er seinen Standpunkt, indem er die erfolgreichen Militärmanöver von General Meskó 20 vorstellt. Er betont: „Völlig unbegründet sind die Anschuldigungen, die gegen die in der Schlacht bei Raab gekämpften Insurgenten vorgebracht wurden; genauso unbegründet ist die Behauptung, dass die Feigheit der Aufständischen die Niederlage verursacht hätte. " Ende des 19. Jahrhunderts, wahrscheinlich von den kriegshistorischen Bearbeitungen veranlasst, erschienen objektivere Analysen über die Schlacht auch in den größeren und umfassenden politikgeschichtlichen Arbeiten. Der schon zitierte Ede Wertheimer widemet der Schlacht ein ganzes Kapitel in seiner 1890 veröffentlichten, zweibändigen Synthese, die sich auf das Verhältnis zwischen Österreich und Ungarn im ersten Jahrzehnt des 19. Jh.-s konzentriert. 22 Wertheimer wies zuerst auf die militärischen und verfassungsrechtlichen Zusammenhänge der Debatten über den Oberbefehl, auf die manchmal offene manchmal versteckte Rivalisierung der zwei Erzherzöge und auf die schweren Fehler des kaiserlichen und königlichen Generalstabs hin. 23 Er gibt Generalstabchef Nugent die Schuld, der „sich als ein Mann erwies, der im Kopf nicht ganz klar war,' 1 " 4 und seine wahsinnigen Handlungen" 25 (die Unterschätzung der feindlichen Kräfte, die Überschätzung dere eigenen Kriegskräfte, die Besetzung von ungünstigen militärischen Stellungen, usw.) führten zur Niederlage bei Raab. Die kaiserliche und königliche Kriegsführung bestellte General Bianchi am 22. Juni 1809 neben Nugent. Die Entscheidung wurde laut Wertheimer damit begründet, dass „in der militärischen und taktischen Führung dieses Korps (es geht hier um die Truppen von Erzherzog Johann) vieles geschehen ist, was negative Folgen hatte. " Das war eine offene Anspielung auf die Schlacht bei Raab. Wertheimer widerlegt als erster mit Bezugnahme auf Quellen die Flucht aus Györ, er zitiert den Brief von Palatin Josef vom 20. Juni 1809 in Bös, und bemerkt, dass die sich bis Pest zurückziehenden Insurgenten ohne Ausbildung und ohne Waffen gerade in die Richtung der Truppenkonzentration bei Györ marschierten. Daraus folgt, dass sie an der Schlacht bei Raab nicht teilnahmen, nicht teilnehmen konnten (!). Als sie aber die Nachricht von der Niederlage hörten, wollten sie so schnell wie möglich auf die linke Seite der Donau kommen. 27 Henrik Marczali behandelt den Kampf gleich in dem achten Kapitel „ Teilnahme Ungarns an den französischen Kriegen" 2 ^ seiner umfassenden, 1898 veröffentlichten, zehnbändigen Buchserie über die Geschichte der Ungarn. Die Niederlage bei Raab wird bei ihm auch vor allem den Fehlern der kaiserlichen und königlichen Kriegsführung, besonders Generalstabchef Nugent zugeschrieben, den er den kläglichen Epigonen von 2(1 BODNÁR 529-534. 21 BODNÁR 528. 22 WERTHEIMER 433^59. 23 WERTHEIMER 446-447. 24 WERTHEIMER 448. 25 WERTHEIMER 448. 26 WERTHEIMER 459. 27 WERTHEIMER 450^51. 28 MARCZALI »