Nagy-L István szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 11. (Pápa, 2006)
Az 1809-es hadjárat Magyarországon - CSIKÁNY TAMÁS: A francia és az osztrák tüzérség alkalmazása az 1809. évi magyarországi hadjárat során
TAMÁS CSIKÁNY DAS EINSETZEN DER FRANZÖSISCHEN UND ÖSTERREICHISCHEN ARTILLERIE IM UNGARISCHEN FELDZUG 1809 In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts machten die Franzosen die größten Anstrengungen in der Entwicklung des Militärwesens. Die Generale und Offiziere wollten die steifen Linienschlacht auflösen, und am lähmenden Steuerungssystem ändern, in dessen Mittelpunkt ausschließlich die Militärversorgung stand. Neben neuen Gefechtsordnungen wurden neue Anträge eingebracht in Bezug auf Marschordnung, Truppenaufteilung- und aufgaben, und nicht zuletzt auf die Ergänzung und Weiterentwicklung des Heeres. Die Modernisierung der Waffen war eine dieser Maßnahmen, wo die Reorganisierung der französischen Artillerie von erheblicher Bedeutung war. Jean Baptiste de Gribeauval führte diese gewaltige Arbeit aus, der 1776 zum Oberinspektor der französischen Artillerie ernannt wurde. 1 Die Preußen und die Österreicher waren früher in Europa in der Entwicklung des Militärwesens den anderen Ländern vorangegangen. Dies gilt auch für die Artilleriewaffen: die Preußen bekamen mit der Organisierung der Reitenden Artillerie Übergewicht, die Österreicher mit der Einführung der 12, 6 und 3 Pfund Geschütze. Unter denen gewährte sich der Sechspfünder, der über nötige Mobilität und günstige Leistungsstärke verfügte. Der französische Gribeauval diente zwischen 1756 und 1762 in der Artillerie des österreichischen Heeres, so lernte er sowohl die österreichische als auch die im 7jährigen Krieg feindliche preußische Artillerie. Nachdem er mit diesen Erfahrungen nach Frankreich zurückgekehrt war, konnte er bald mit der Riesenarbeit der Reorganisierung anfangen. Statt der schweren Geschütze mit großer Reichweite setzte er Vorderladewaffen ein, die fast ohne Veränderung bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bis der Einführung der gezogenen Hinterlader bestimmend waren. Gribeauval schuf eine komplexe Einheit mit Schützrohr, Lafette, Protze, Munitionswagen und anderem Zubehör. Er standardisierte die Geschütztypen und normte die Lafetten nach Baukastenprinzip. Zum Beispiel Geschütze, Protzen und Munitionswagen hatten Räder von gleicher Größe. Es ist eine bisher in der Artillerie durchaus fehlende Einheitlichkeit entstanden. Gribeauval teilte zugleich die Waffen in Feld-, Belagerungs-, Festungs- und Küstenartillerien. Dies ermöglichte, diejenigen 1 Zur Wirksamkeit von Gribeauval siehe WISE