Ilon Gábor szerk.: Pápai Múzeumi Értesítő 6. (Pápa, 1996)
Bronzkor a Nyugat-Dunántúlon - Figler András: Adatok Győr környékének bronzkorához
ANGABEN ZUR BRONZEZEIT IN DER UMGEBUNG VON GYŐR BRONZEZEITLICHE KULTUREN IN DER UMGEBUNG GYŐR Vor 55 Jahren, im Jahre 1941 wurde die Dissertation Sándor Mithays mit dem Titel ,3ronzezcitliche Kulturen in Umgebung von Győr" veröffentlicht. Seither ist dies die vollständigste und auch Fundmaterial vorstellende Arbeit zw Bronzezeit im genannten Gebiet. Bis in die 80-cr Jahre hinein gab es in der Umgebung Győr kaum bedeutende bronzezeitliche Funde bergende Ausgrabungen. Ergebnisse von Streurunden bleiben ebenfalls zum grössten Teil unveröffentlicht. Der Kürze wegen gebe ich nur eine kleine Auswahl der bisher unveröffelichten Funde. Frühe Bronzezelt Bischerige Forschungen beweisen überzeugend, dass in genanntem Gebiet im ersten Abschnitt der Bronzezeit die erste frühbronzezeitliche Völkerschaft durch die Makó-Kosihy-Eaka-Kultur vertreten ist. Sic wurde in der Frühbronzezeit U. durch die Somogyvár-Vinkovci-Kultur, in der Frühbronzezeit DI. durch die Kisapostag-Kultur abgelöst, was die relative Zeitordnung dedeutet. Bei der Bestimmung der absoluten Zeitordnung gibt es Abweichungen zwischen den Angaben der neueren C14 Radiochai bon Messungen und denen der traditionellen (geschichtlichen) Chronologie. Den Angaben von C14 zufolge beginnt die Bronzezeit um mindestens Fünf Jahrhundert früher, als wir bisher annahmen. Zur Erarbeitung einer absolut genuen Chronologie sind auf neueren glaubhaften Ausgrabungen besicrende Messungen erforderlich. DunaszentpáJ-Bolgányi Strasse (Kiesgrube) (Karte: 1., Taf. I. 1.) Aus der Kiesgrube galangten in der 60-cr Jahren mehrmals Streufunde in das Győrer Museum „Xantus János", u.a. schöne Rohrfussschüssel, die zur Makó-Kosihy-Eaka-Kultur gehört. Abda-Hármasok (Karte: 2., Abb.l., Taf. I. 2-7., Taf. U. 1-7.) Während der archäologischen Rettungsgabungen in Verbindung mit dem Autobahnbau der Ml wurden 1990-92 neben anderen Funden Reste einer Siedlug aus der Makó-Kosihy-Eaka-Kultur (ins Erdreich eingetieftes Wohnhaus, Gruben) freigelegt Das Haus (Abb.l.) war nord-südlich geortet, hatte rechteckigen Grundriss, der Eingang War an der Südseite. Masse : Länge = 15 m, Breite = 5 m. Kajárpéc-Pokolfadombi Karte:3. ,T af. HI. 1-8) Im Verlauf der Rettundsgrabung 1986. wurden hier Gräber der Somogyvár-Vinkovci-Kultur fergelcgt. Hier bringen wir Angaben zum Fundmaterial aus Grab 3. Ménföcsanak-Szeles dűlő (Karte: 4., Taf. HI. 9-10., Taf. IV. 1-7) In Vorbereitung des Baus der Autobahn Mi wurden 1990-91. archäologische Rettungsgrabungen durchgefürt, in deren Verlauf 4 ha Fläche untersucht wurden. Am Fundort wurden freigelegt: eine Siedlung der Kisapostag-Kultur, Siedlung und Gräberfeld der Transdanubischen InkrustierkeremikKultur, eine römissche Siedlung aus dem 1.-2. Jh. eine mittelalterliche Siedlug aus dem 10.-11. Jh. zum Vorschein kam. Das Fundmaterial gehört zu Frühabschnitt der Kisapostag-Kultur. Mittlere Bronzezeit Den Zeitabschnitt der mittleren Bronzezeit füllt die Kultur des Volkes der Transdanubischen Inkrustierten Keramik aus. Am Fundort Ménfocsanak-Szeles dűlő wurde ein Gräberfeld dieser Kultur mit 139 Brandgräbern freigelegt. (Karte: 4., Taf. V. 1-7) Späte Bronzezeit Felpéc-Petőfi Strasse 1/b (Karte: 5.,Taf. VI. 1.) Das beim Hausbau im Jahre 1987 als Sterufund zum Vorschein gekommene und hier mitgeteilte Gefass gelangte ins Museum. Es ist anzunehmen, dass ein Grab der Hügclgräberkultur berührt wurde. Börcs-Paphomlok dűlő (Karte: 6., Abb.2., Taf. VI. 2-5., Taf. VH. 1-4.)