K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

OTTOMÁNYI, KATALIN: Römerzeitlicher Vicus in Budaörs

Raum steht in der Mitte ein Pfeiler. Im 4. Jahrhundert wurde es in Richtung Osten und Süden mit mehreren Räumlichkeiten erweitert. Die Datiemng des Gebäudes wird durch ein Objekt unter der Steinwand im westlichen Teil (Raum 14a), das in der Zeit des Sevems abbrannte, erleichtert. Aufgrund dessen ist die früheste Periode des Steingebäudes mit dem Ende der Zeit des Sevems zu verbinden, aber es ist noch wahrscheinlicher, daß es mit dem Neuaufbau nach der Zerstörung nach 250 verbunden ist. In der Spätrömerzeit (4. Jahrhundert) zeigt die Mehrheit der Gebäude eine Fortsetzung des 3. Jahrhunderts. An ungefähr 50 Stellen kann Steinbau beobachtet werden, doch die Mehrheit besteht aus älteren Häusern. Sie werden umgebaut, neue Räumlichkeiten werden angebaut, oder die früheren größeren Räume werden mit Trennwänden in kleinere Zimmer aufgeteilt. Gebäude aus dem ausgesprochen 4. Jahrhundert blieben wenig erhalten. Selbst bei den aufgepflügten Gebäuden kommen terra sigillata aus der Zeit von Severus oder Münzen des 3. Jahrhunderts neben den vielen des 4. Jahrhunderts vor. Die Mehrheit der spätrömischen Gebäude wurde nämlich schon durch die jahrhundertlange Erdbestellung, das Pflügen, bzw. das Abtragen der Humusschicht vor dem Baubeginn zerstört. So können an der Oberfläche nur durch den Steinschutt und die mit dem Metalldetektor gesammelten Münzen die Stelle je eines zerpflügten Gebäudes zeigen, z.B. die Umgebung von L/110 Obj. und L/144 Obj. usw. Häufig werden dann die Mauern eines früheren Gebäudes abgetragen und in ein neues Haus eingebaut. Auf der Westseite des Geländes waren neben einem noch stehenden früheren Gebäude im inneren des Halbkreises noch 2-3 größere, aber schon zerpflügte Steingebäude, aber wahrscheinlich nur aus dem 4. Jahrhundert. (L/577-L/600. L/766 Obj.) Zwischen diesen größeren Gebäuden stand das vielleicht kleine eckige Heiligtum mit kleinen Säulen L/656 Obj. (mit Säulenfragmenten), das neben der terra sigillata aus der Zeit von Sevems, der grünglasierten Keramik aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts und den Münzen datiert werden kann (351-361). An das Gebäude mit dem mittleren Gang wurde an der SO-Ecke noch ein weiteres kleines Zimmer angebaut. Innen wird der oberste Mörtelfußboden des 1., bzw. des 3. Zimmers von einer Münze aus dem 4. Jahrhundert datiert. Das Zentrum der Siedlung in dieser Epoche ist das von gepflasterten Straßen umgebene Gebäude L/263, das mit Erweiterungen zum Osten und Süden zu einem Gebäude mit 18 Räumen umgebaut wurde. Die Straßenseite zum Süden könnte offen gewesen sein, denn hier fanden wir einerseits Pfeiler und andererseits Terrazzo-Fußboden und gepflasterte Gehflächen. Spuren für die innere Heizung gab es nicht, aber wir fanden auch keine originale Fußbodenfläche, außer in der Ecke im NO die Gehplatten des 1.-2. Zimmers. Hier befand sich ein gepflasterter Innenhof. Die an der Kreuzung der beiden Straßen an die Oberfläche gelangten Pfeilerfundamente könnten wahrscheinlich ein Tor getragen haben. Von hier geht die gepflasterte Straße L/414 in Richtung O-W aus, die am östlichen Ende scheinbar einbiegt und sich mit der Straße L/244 in Richtung N-S an der Ostseite des Hauptgebäudes kreuzt. (Hier konnte wegen einer neuzeitlichen Schutthalde die Fortsetzung der Straße nicht ausfindig gemacht werden.)

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