K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

CSIRKE, ORSOLYA: Erdgetiefte Häuser in Baláca

Zu der vollständigen Freilegung des Objektes kam es in der Ausgrabungssaison im Jahre 1986. 5 Nach dem Abbruch der graugelben lehmigen Fläche und der schwarzen, genauso lehmigen Schicht darunter zeichnete sich eine in die gelbe sandige Schicht geschnittene rechteckige Grube ab. (Abb. 9-10) Auf ihrem Boden war sie einmal wiedergelehmt, zwischen den zwei Schichten gab es verkohlte, bräunliche Einschüttung. Grundfläche des Hauses ist cca. 260-270 x 340-350 cm, sie ist in die gelbe sandige Schicht cca. 30 cm tief eingegraben. Die Grube ist Nord-Süd orientiert, es gab auf der nördlichen Seite zwei, auf der südlichen drei Pfostenlöcher, aber es ist auf Grund der erwähnten Profilzeichnung auch ein dritteres Pfostenloch wahrscheinlich. Der östlichen Seite entlang, neben der sanft schrägen Wand sind drei Pfahllöcher zu beobachten. Die Pfostenlöcher sind abwärts verengernd, trichterförmig, ihre grösste Breite verändert sich zwischen 30 und 40 cm. In der nordöstlichen Ecke des bisschen erdgetieften Gebäudes mit Pfahlstruktur ist ein dünner Aschenfleck zum Vorschein gekommen, auf dem die Stücke eines frührömischen grauen Topfes lagen. Ebenda hat man gleichfalls graue, aber sanft glimmerartig abgemagerte, winzige Seitenfragmente gleichfalls eines Topfes gefunden. Auf der westlichen Seite ist eine 80-85 cm breite, sanft eckige, „treppenartige" Vertiefung zu sehen. Auf dieser Seite lässt sich Pfahlloch nur neben dem südwestlichen Pfostenloch, auf der Bankette mit Sicherheit ausnehmen, aber auf der erwähnten Profilzeichnung ist eine dünne Eingrabung bei der nordwestlichen Ecke sichtbar, die wahrscheinlich das Gegenstück des südwestlichen Pfahlloches sein kann. Die Planierungsschicht über dem Haus deutet darauf, dass man die Fläche zur Zeit der Errichtung des späteren Gebäudes Nr. XIII. geebnet, wo es nötig war, aufgeschüttet hat. Es ist vorstellbar, dass die rotgebrannten, verkohlten Niveaus nicht die Verfallschichten des Hauses mit Pfahlstruktur sind, sondern der Schutt wurde anderswoher hingeliefert. Die Schichtenreihe wurde von einer späteren Eingrabung aufgerührt, deren Spur auch in dem früheren Ausgrabungsjahr zu beobachten war. Über den gebrannten Niveaus kam bei der Freilegung ein steiniger Fleck zum Vorschein. (Abb. 6) Auch durch diese Eingrabung konnten zwei mittelalterliche Keramikfragmente in der Nähe des Bodenniveaus unter die Funde kommen. Aus der graulichen, verkohlten Einschüttung 105. ÓR. 2005.1.5. Terra Sigillata Seitenfragment, aus Süd-Gallien, Domitianus­Traianus-Zeit. H: 3,2 cm 106. ÓR. 2005.1.6. Randfragment einer Terra Sigillata Tasse, mit aufgesetzter Verzierung. Unter dem gewölbt ausbiegenden Rand läuft scharfe Rippe herum. Aus Nord-Italien, Domitianus-Traianus-Zeit H: 4,3 cm 107. ÓR. 2005.1.7. Randfragment einer rotbraunen Kanne (?) aus porösem Stoff. Der Rand ist mild hineingezogen, außen vernutet. H: 5,2 cm (Abb. 16/7) 108. ÓR. 2005.1.8. Grün getöntes, mild gewölbtes Glasfragment. H: 2,4 cm 109. ÓR. 2005.1.9. Dunkelgraues, waagerecht (?) ausbiegendes, breites Randfragment, mit mehrfacher tiefer Nut. H: 4,3 cm (Abb. 16/6)

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