K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

G 48) Abb. 52. Nr. 322. (11) x (6,5) x (17) cm. Erhalten ist eine noch 6,5 cm lange senkrechte Haste mit einer der beiden Endungen und auf der einen Seite mit einer bis zu 3,5 cm breiten unbeschrifteten Fläche. Je nachdem, wie das Stück gedreht wird, gehört die Haste in dem einen Fall entweder zu einem I oder T, in dem anderen Fall entweder zu einem I oder L. Gef. nördlich vom Tumulus, Feld 44. ERTEL 1996. 145, nach der ein „halber Buchstabe I" vorhanden ist; FITZ 1996. 218­221 Nr. 4 und 1998. 104-106 Nr. 4 mit 119 Abb. 3,4, der den Buchstaben als ein I ansieht; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 16 Abb. 7,7, in deren Zeichnung die Ansätze beider Endungen erscheinen. Fitz fügte dieses vermeintliche I in den willkürlich rekonstruierten Namen Caecifljiano in der 2. Zeile der Inschrift V als das zweite I ein. Sowohl die Identifizierung als auch die Zuordnung des Buchstabenrestes bleiben jedoch völlig unsicher, zumal das Fragment an der „Sammelstelle" von Bruchstücken nördlich vom Tumulus aufgefunden wurde. G 49) Abb. 53. Nr. 658. (7,5) x (13,5) x (13) cm. Erhalten ist entweder die obere und die untere Endung einer senkrechten Haste mit einem breiteren und tieferen Einschnitt als sonst; die ungewöhnlich breite Endung ist ungefähr 4 cm lang. In dem einen Fall rechts über dieser Endung, in dem anderen Fall links unter ihr ist eine bis zu 5 cm hohe und bis zu 6 cm breite unbeschriftete Fläche vorhanden. Gef. südlich vom Tumulus, Feld 96. ERTEL 1996. 146, die von der „Fußhaste eines großen Buchstabens?" spricht; FITZ 1996. 225 Nr. 8 und 1998.109 Nr. 8; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997.17 Abb. 8,9. Fitz ordnete das Stück der hiesigen Inschrift VIII zu, was angesichts der Fundstelle gut denkbar und im Hinblick auf die Buchstabengröße vielleicht möglich ist. Der hier beschriebene Buchstabenrest scheint jedoch von der Größe her selbst in diese mit ungefähr 7 cm hohen Buchstaben beginnende Inschrift schwerlich zu passen. Möglicherweise gehört das Fragment zu einer sonst ganz unbekannten Inschrift. 5. Allgemeine Beobachtungen zu den Altären und ihren Inschriften Die Revision der Altarfragmente führt zu dem Ergebnis, dass die bisherigen Vorstellungen über die Zahl, die Anordnung und die Maße der Altäre ebenso modi­fiziert werden müssen wie die bisherige Ansicht über die Art ihrer Beschriftung und vor allem über den Inhalt der Texte. Daraus ergeben sich freilich auch für die chro­nologische Einordnung und die historische Auswertung des Befundes weitreichende Konsequenzen. Was die Zahl der Altäre betrifft, scheint es auf den ersten Blick so, als ob die von Fitz postulierte Gesamtzahl der Altarinschriften, nämlich neun, mit den Ergebnissen der Untersuchung von Ertel zur Dekoration der Altäre in bestem Einklang stünde. 44 Ertel selbst gab jedoch zu, dass die Identifizierung der von ihr aus den Profilen erschlosse­nen Altäre mit den von Fitz rekonstruierten Inschriften wegen der unterschiedlichen Verteilung von Profilresten und Inschriften um den Tumulus in einigen Fällen

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