K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2004/8. (Veszprém, 2004)

ALFÖLDY, GÉZA: Die Inschriften des Hügelgrabes von Baláca - A balacai halomsír feliratai

noch eine Schlussformel gefolgt sein. Diese Lösung würde auch erklären, warum unterhalb der in Resten erhaltenen Zeile eine relativ hohe unbeschriftete Fläche vorhanden ist: In diesem Fall brauchen wir nicht mit einer weiteren, eingerückten kurzen Zeile zu rechnen, sondern vielmehr damit, dass von einer früh verstorbenen Tochter - im Gegensatz zu den erwachsenen Männern mit ihren Rangtiteln - nur wenig zu sagen war und dass für die Wiedergabe der erforderlichen Angaben eine ver­hältnismäßig kurze Inschrift ausreichte. Sie bestand anscheinend nur aus fünf Zeilen. Für die Verbindung dieser beiden Fragmente sprechen freilich nicht nur die anzunehmenden inhaltlichen Übereinstimmungen. Noch mehr Gewicht besitzen die unmittelbar nebeneinander liegenden Fundstellen auf der Südseite des Tumulus, wo der Altar gestanden haben dürfte, außerdem die gleiche Höhe der Buchstaben in der 2. Zeile des oberen Bruchstückes und auf dem unteren Fragment. IX. Grabaltar der Valeria (?) Honorata (?) G 20) Abb. 23, 24 und 62. Nr. 683 und 686. Aus zwei Teilen zusammengesetzt, zu denen noch zahlreiche weitere Fragmente der vollständig rekonstruierbaren Corona hinzukommen. Maße der beiden beschrifteten Bruchstücke: (47) x (19) x (29) cm; Gesamthöhe der hinten und rechts abgebrochenen Corona: 39 cm. BH 6 cm. Abstand zwischen dem oberen Profil und der Zeile 3,5 cm. Erhalten sind Reste der Anfangsbuchstaben VA. Gef. südlich vom Tumulus, Feld 96 bzw. 95. ERTEL 1996. 88, 143 mit 189 Taf. 3 (Rekonstruktion der Corona); FITZ 1996. 224 Nr. 7 und 1998. 108 f. Nr. 7 mit 121 Abb. 5,7; ERTEL, Zeichnung in: PALÁGYI 1997. 18 Abb. 9,1 und 2; ERTEL 1997. 39 Taf. 13 und in: ERTEL - PALÁGYI - REDŐ 1999. 122 Nr. 226 mit Taf. 46,5. VA[— ] Vafleriae (?) - ffiliae )] [Honoratae?] Fitz verband das Fragment G 20 mit einigen weiteren Bruchstücken (G 24, 14, 19) und bot folgende Rekonstruktion: VaflerJifaeJ Ti. /fi(liae) [—]. Die Wiederherstellung des überaus häufigen Gentilnamens ist sehr plausibel, zumal in der Inschrift VII möglicherweise diese Valeria genannt wird. Das Fragment mit dem angeblichen I (G 24) gehört aber wegen des größeren Abstandes zwischen der oberen Rahmen und der 1. Zeile kaum hierher; das Fragment mit TI, d. h. mit dem Vatersnamen Ti(berii) (G 14), kann aus onomastischen Gründen nicht in diese Inschrift eingeordnet werden (siehe unter VI); für die Zuordnung des Bruchstückes mit einem F und einem anschließenden Buchstabenrest (G 19) zu dieser Inschrift besitzen wir keine hinrei­chenden Anhaltspunkte (siehe dagegen zur Inschrift VIII). Eine Frau anscheinend mit dem Gentilnamen Valeria und vielleicht mit dem Cognomen Honorata, wohl die Ehefrau des Ti. Claudius Ti. f. Victorinus, erscheint neben ihrem Mann als Dedikantin der Inschrift VII. Angesichts des Gentilnamens könnte sie mit der Frau identisch sein, der die Inschrift IX dediziert wurde.

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