K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

HUDECZEK, ERICH: Frühe Grabhügel aus dem Gräberfeld Deutschlandsberg/Leibenfeld im Territorium von Flavia Solva - Korai halomsírok Flavia Solva territóriumához tartozó Deutschlandsberg/Leibenfeldből

ren, da die Hügel 16, 18, 23 und 24 keine Spuren einer Verbrennung an Ort und Stelle auf­wiesen. Da die 1978 ergrabenen Tumuli aber zu einer späteren Belegphase des Gräberfeldes ge­hören, kann es auch durchaus sein, daß hier ein Wechsel in der Verbrennungssitte vorliegt, daß man also ursprünglich den Scheiterhaufen direkt am Grabplatz errichtete, später (im Laufe des 1. Jhs. n. Chr.) jedoch auf Ustrina-Verbrennungen überging. Alle Beigaben im Tumulus 19 wurden auf dem Scheiterhaufen mitverbrannt. (Die ursprünglichen Farben der Keramik sind durch die Sekundärverbrennung zum Teil stark verändert und die Fibeln schlecht erhalten). Fundmaterial (Abb. 2) Keramik 1. Flasche, hellgrau, fragmentiert, H: 23,8 cm, Mdm: 6,8 cm. 2. Dreifußschale, mittelgrau, handgeformt, schriftzeichenartige Ritzung (Töpfersignatur) am Fuß, H: 11,5-12,5 cm, Mdm: 19 cm. 3. Dreifußschale, graubraun, handgeformt, H: 10,2-11,1 cm, Mdm: 17 cm. 4. Schale, rötlichbraun, handgeformt, H: 5,2 cm, Mdm: 11,5 cm. 5. Schale, hellgrau, z.T. verbrannt, fragmentiert, erh. H: ca. 3,7 cm, rek. Mdm: ca. 21 cm. 6. Napf, rötlich-beige, fragmentiert, H: 9 cm, Mdm: 9 cm. 7. Vorratsgefäß mit Besenstrichverzierung, grau, handgeformt, fragmentiert, 2RS, 20 WS, erh. H: 13 cm, rek. Mdm: 22 cm. 8. Spinnwirtel, graphitiert, schwarzgrau, D: 0,9 cm, Dm: 4,2 cm 9. Spinnwirtel, graphitiert, grau-orange, D: 1,3 cm, Dm: 4,2 cm Bronze 10. Doppelknopffibel, fragmentiert, Nadelhalter und Nadel fehlen, Sehnenkappe abgebro­chen, Punktreihe am Bügel zwischen den Knöpfen (in der Mitte und seitlich) als Verzie­rung, L: 9,7 cm, H: 4,1 cm, B: 3,8 cm. 11. Doppelknopffibel, fragmentiert, Nadelhalter und Nadel fehlen, Sehnenkappe abge­brochen, Punktreihe in der Mitte des Bügels zwischen den Knöpfen, L: 8,9 cm, erh. H: 4,3 cm, B: 3,5 cm. 12. Doppelknopffibel, fragmentiert, Nadelhalter und Nadel fehlen teilweise, Sehnenkappe mit leichtem Wolfszahnmuster, L: 9,1 cm, H: 4,9 cm, B: 4,1 cm. 13. Doppelknopffibel, fragmentiert, Nadelhalter und Nadel fehlen ganz, Spirale zur Hälfte erhalten, Sehnenkappe mit Wolfszahnmuster, L: 9,6 cm, H: 4,9 cm, B: 4 cm. Interessant ist es, dazu auch die Keramikbeigaben genauer zu betrachten. Es finden sich im Inventar von Grab 19 nämlich noch keinerlei italische Formen, die Gefäße scheinen aus­schließlich einheimischen oder zumindest nichtrömischen Traditionen zu folgen. Zwei Ma­terialgruppen sind dabei zu unterscheiden, und zwar: 1) scheibengedrehte Ware guter hartgebannter Qualität aus gelbrotem bis grauem feinem Ton, dessen Oberfläche sich häufig kreidig anfühlt. (Abb. 2.1.5.6) 2) nicht scheibengedrehte handgeformte Gefäße aus grob gemagertem grau bis rotbraun ge­branntem Ton. Die Formen scheinen vorerst nicht direkt aus Laténe D2 abzuleiten zu sein und entsprechen im wesentlichen den allgemein als „provinzialrömisch" bekannten norischen Formen. (Abb. 2.2., 3., 4., 7) Ware 1 zeigt ausgesprochen latènoide Formen und korrigiert damit Urban, 8 der meint: „Auffallend ist jedoch zumindest in den Gräbern der Steiermark und des südlichen Burgen­landes das völlige Fehlen latènoider Keramik." Eine exakte Datierung dieser Keramik stößt

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