K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)

ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása

Fragment 1235 (82/92): Altar III, Exemplar 3 Fragment 1264 (Q 89), 1278 (Q 89, 71/72, 81/82): Altar III, Exemplar 3 3. Aufstellungsort der Altäre und Altarnachahmungen (Abb. 2) Die bis zur Ausgrabung deutlich im Gelände erkennbare Erhebung des Tumulus wurde auch von Raubgräbern als nicht natürlich entstandene Formation erkannt, wie die Störungen des archäologischen Befundes vor allem im Bereich der Grabkammer zeigen. Die Möglich­keiten der Rekonstruktion der Steindenkmäler und ihrer ursprünglichen Aufstellungsorte hängt jedoch in erster Linie von der Beurteilung der Begleitumstände des Steinraubes ab. Mehrfach wurden an eng benachbarten Fundorten anpassende und offensichtlich zusam­mengehörige Profilfragmente geborgen, aus denen vor allem der Altar II und die drei Exem­plare des Altartyps III problemlos rekonstruiert und lokalisiert werden konnten. Fragmente, die eindeutig einem der beschriebenen Profiltypen zuzuweisen sind, kamen nicht gemein­sam vor, sondern konzentrierten sich an voneinander getrennten Plätzen. Daraus ist zu schließen, daß die Altäre vor dem Zerkleinern und Zurichten aufgrund ihres ansehnliches Gewichtes wohl nicht unnötig weit transportiert wurden. Aus der Lage des zurückgebliebe­nen, nur wenig verstreuten Abfallmaterials ist daher mit einiger Sicherheit die originale Po­sition der Objekte abzulesen. Gute Einblicke in die Vorgangsweise bei Abbrucharbeiten ge­ben auch einzelne Komplexe von Architekturfragmenten (z. B. das Krongesims s. C. 2.). Sekundäre Verlagerungen durch die landwirtschaftliche Bearbeitung des Geländes und die Umstände der Ausgrabung (Bergung von vereinzelten Fragmenten beim Zuschütten und als Streufunde) scheinen das Bild nur geringfügig zu stören. Es fällt auf, daß viel mehr Architekturfragmente im Westen und Norden des Tumulus zum Vorschein kamen als im Osten. Daraus könnte einerseits der Schluß gezogen werden, daß auf der attraktiveren Talseite des Tumulus, die auch heute dem Dorf Nemesvámos und der Straße Richtung Plattensee zugewendet ist, die meisten Kleindenkmäler aufgestellt wa­ren. Dort konnten sie auch von der Villa aus als reiches Ensemble wahrgenommen werden. Der archäologische Befund gibt keine Hinweise darauf, daß außer diesem Ensemble noch andere Grabdenkmäler innerhalb des Grabbezirks aufgestellt waren. 3.1 Aufstellung des Altars und der Altarnachahmungen vom Profiltyp I Als Fundorte des Profiltyps I werden genannt: Exemplar 1 : Tumulus Nord Fragmente 374-376 und anp. Stücke (Q 34, 44) Fragmente 137,303 und 333 (Q 35,45) Exemplar 2: Tumulus West Fragmente 1035 und anp. Stücke (Q 60, 70) Exemplar 3: Tumulus Ost Weitere Fragmente (außer Sockelprofilen) stammen aus Q 33, 34, 35, 36, 44, 45 (häufig) Q 37, 38, 60, 70, 80 (mehrmals) Q 11,28, 29, 93,72,51,61,81,89, 105 (ein- bis zweimal)

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