K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)
ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása
ren Grabaltar und einem Sarkophag an einer Gräberstraße zum Vorschein gekommen zu sein 26 und stellte im Gegensatz zu den Grabaltären beim Tumulus ein Grabdenkmal dar, das auch sepulchrale Funktion übernehmen und daher unabhängig von einem Ensemble weiterer Altäre allein für bestehen. Die Wahrscheinlichkeit, daß auf die Gesimsplatte VII auf den Sockeln V und VI ein weiteres Objekt folgte, ist demnach sogar größer anzunehmen als bei dem Grabaltar aus Camporosso, da kein hier funktionaler Zwang bestand, das Kranzgesims gesondert aufzusetzen. 2. Anzahl der Objekte Zur Berechnung der Anzahl der Grabdenkmäler wurden mehrere Anhaltspunkte benützt. Neben den durch das Zusammensetzen gesicherten Altartypen und ihrer Ausführungs- und Standortvarianten zählten Elemente, die nur an einer bestimmten Stelle des rekonstruierten Denkmals vorkommen können. Besonders eindeutig sind bei den Altären die Textanfänge der Inschriften. Bei paarweise auftretenden Elementen, z. B. den Sockelecken oder Polstern, ergeben jeweils zwei Einheiten einen Altar oder ein anderes Objekt. Bei den Altären I bis III sind mehrere Berechnungsvarianten möglich, die die gleiche Anzahl ergeben. Das Resultat stellt immer einen Mindestwert dar, da sicher nicht alle relevanten Stücke vollzählig erhalten sind und gefunden wurden. 2.1 Altäre I bis III Durch die zusammengesetzten Objekte, die Unterschiede in den Dimensionen und Ausführungsvarianten sind mindestens sechs „echte" Altäre mit voller Tiefendimension zu belegen. AI tar typ I Aufgrund der verschiedenen Profiltiefe der geraden Leisten sind zwei Exemplare des Typs I zu unterscheiden, ein drittes ist aufgrund der Fundorte der Fragmente anzunehmen. Diese zeigen einen Schwerpunkt im Norden bzw. Nordosten des Tumulus (Q 34, 35, 44, 45), im Fall der Fragmente 1035 und anpassende Stücke aber einen zweiten Schwerpunkt im Westen (Q 60, 70, 80). Auch daraus ist zu erkennen, daß der Profiltyp mit mindestens zwei Exemplaren vertreten ist. Ein drittes Exemplar könnte aufgrund der Fundorte weiterer Fragmente im Osten des Tumulus zu lokalisieren sein (Q 11, 51, 61, 72 und 81). Exemplar 1: Fragmente 374-376 und anp. Stücke (Q 34, 44); 137, 303 und 333 (Q 35, 45) Profiltiefe 8 mm Exemplar 2: Fragmente 1035 und anp. Stücke (Q 60, 70) Profiltiefe 4 mm Exemplar 3 : Fragmente aus Q 11,51,61,72,81 Altartyp II Der Altartyp II kann nur einmal nachgewiesen werden: Fragmente 545 und anp. Stücke (Q 83,93) Altartyp III Durch verschiedene Tiefenmaße der Altäre und verschiedene Fundorte sind drei Exemplare des Altartyps III belegt: Exemplar 1: Fragmente 570 und anp. Stücke (Q 83, 95, 96) Tiefe 44 cm