K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)

ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása

des Profiltyps I. Zum Altartyp II gehören kräftig geschweifte Polster mit dreifachem Mittel­ring. Der mittlere der drei Ringe ist höher und breiter als die beiden seitlichen Ringe; zu­sammen mit der Schweifung der Polsterkörper ergibt sich eine expressive plastische Wir­kung. Durch die Mittelringe der Polster ist auch die Mittelachse der Seitenfläche des Altars gegeben, deren Tiefe mit 47 cm berechnet werden kann." Die Fragmente 545 und anpassen­de Stücke ergeben eine dünne Randschale, aus deren Form die Vorgangsweise der Zerstö­rung ersichtlich ist. Die überflüssigen Profilierungen wurden vom Kern des gewünschten se­kundär verwendbaren Steinblocks „abgeschält". Eine zweite Ecke des Altars kann aus den Fragmenten 544 und anpassende Stücke (546, 547, 579, 719 und 1175) rekonstruiert werden. Da sie in der Zählung den vorher genannten Stücken teilweise unmittelbar folgen und in denselben Grabungsflächen gefunden wurden, dürften alle Fragmente von der rechten vorderen Ecke desselben Altars stammen. Auch ein Teil der rechten Polster ist erhalten (Fragment 584), paßt aber nicht an. Andere Fragmente, die auf ein weiteres Exemplar des Altartyps II hindeuten würden, existieren nicht. Offen­sichtlich gab es nur einen einzigen Altar vom Typ II, der zum großen Teil aus den Fragmen­ten rekonstruiert werden konnte. 1.3 Rekonstruktion des Altartyps III (Taf. 3,13) Aus 9 Fragmenten (570, 668, 672, 673, 681, 682, 683, 685 und 686, Taf. 3, 13) konnte das vollständige Kronprofil an der linken vorderen Ecke des Altars III rekonstruiert werden. Die Höhe der oberen Hohlkehle beträgt 6,7 cm, die der unteren 7 cm, die Gesamthöhe des Kronprofil beträgt 27,7 cm. Zum Profiltyp I ergibt sich ein Höhenunterschied von 3,7 cm, zum Typ II von 1,2 cm. Einen weiteren, offensichtlicheren Unterschied zum Altartyp II stellt die Form der Polster dar. Zum Altar III gehörten Polster mit einfachem, rundlichem Mittelring. Die Ausformung der Polster ist weniger präzise und ausdrucksvoll, ihre Schweifung ist schwächer, der Ring ist undeutlicher vom Polster abgesetzt. Auch hier ist durch den Mittelring der Polster deren Mittelachse und damit die Mitte der Seitenfläche des Altars gegeben. Die Tiefe des Altars, von dem die Fragmente 570 und anpassende Stücke stammen, kann mit 44 cm berechnet werden. 12 Die gleiche Berechnung für die Fragmente 872 und anpassende Stücke ergibt je­doch 49 cm. 13 Daraus ergibt sich, daß der Altartyp III mit mindestens zwei Exemplaren ver­treten war, worauf auch die verschiedenen Fundorte der beiden abgebildeten Profilsequen­zen hindeuten. Ein weiteres Kronprofil kann dem Typ III nicht aufgrund der Höhe seiner Hohlkehlen, sondern aufgrund der Polsterform und des Fundortes zugeordnet werden. Die Fragmente 864 und anpassende Stücke ergeben die linke Seitenfläche eines Altars mit Polstern, die von einem einfachen, rundlichen Mittelring geteilt sind. Mit ihm ist wieder die Mittelachse der Polsterpartie und der Seitenfläche gegeben, deren Tiefe mit 40 cm berechnet werden kann. 14 Die Anzahl der Exemplare der Altäre III erhöht sich damit auf 3 Stück. Das Fußprofil des Typs I konnte vollständig zusammengesetzt werden, ebenso das des Altars II. Sie unterscheiden sich in der Höhe um 2,2 cm (Altar I 0,382 m, Altar II 0,404 m). Der Unterschied wird wie bei den bekrönenden Profilen durch die höheren Hohlkehlen des Profils II verursacht, dem niedrigere Fußleisten (Altar I 2,5 cm, Altar II 2 cm) und Plinten (Altar I 15,2 cm, Altar II 14,7 cm) gegenüberstehen. Ein vollständiges Fußprofil vom Typ III fehlt. 1.4 Rekonstruktion der Altarnachahmungen (Taf. 4,13,14) Es konnten eine Reihe von Altarvorderseiten mit vollständigen Sockelprofilen mit dop-

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