K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1994/3. (Veszprém, 1994)

Vorträge - POCHMARSKI, ERWIN: Die Villa von Grünau im Rahmen der römerzeitlichen Villenanlagen in der Steiermark

m . In der Fortsetzung dieser Fundamente konnten in einer Distanz von 22 m ein größeres Stück des Fundamentes der Außenmauer 26 bis zur äußeren NW-Ecke und ein geringfügiger Rest des hofseitigen Fundamentes 27 aufgedeckt werden. Die bisher ergrabenen Reste der W­Seite des Komplexes lassen sich unschwer auf die Außenmauer und die Halle des Innenho­fes beziehen. Mit der Untersuchung der an der N-Seite des Baukomplexes gelegenen Teile wurde in den Grabungskampagnen der Jahre 1990 und 1993 begonnen 28 , wobei die Grabungen noch keine sicheren Ergebnisse hinsichtlich der hier freigelegten Fundamente ergeben haben (Abb. 8). Das Fundament der nördlichen Außenmauer konnte von der NW-Ecke aus mit grabungstechnisch bedingten Unterbrechungen bis zur NO-Ecke verfolgt werden 29 . An die nördliche Außenmauer sind in nord-südlicher Richtung verlaufende Mauern angebaut: An­sätze der Fundamente haben sich an zwei Stellen beobachten lassen 30 ; darüber hinaus findet auch das Fundament der ostseitigen Außenmauer jenseits der NO-Ecke eine Fortsetzung. Daraus lassen sich nördlich der Außenmauer im N zunächst zwei rechteckige Räume er­schließen 31 ; an den nördlichen dieser beiden Räume schließt gegen W ein weiterer Recht­eckraum mit apsidalem Abschluß im W an 32 . In einer Entfernung von 3,50 m liegt westlich vom Apsidenraum ein Brunnen mit 1,50 m Durchmesser, der bis in eine Tiefe von 1,50 m freigelegt werden konnte. In Verbindung mit einer Feuerstelle im Apsidenraum und mit des­sen Grundriß könnte in dem Brunnen der Hinweis auf die Existenz einer kleinen privaten Badeanlage zu sehen sein. An den westlichen Baukomplex ist im O ein zweiter Baukomplex angebaut, mit dessen Untersuchung in den Jahren 1991 und 1992 33 begonnen wurde, der aber noch nicht zur Gän­ze erforscht ist. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, daß die östlich vom ersten Baukomplex freigelegten Fundamente zu diesem gehörten, dergestalt daß sich das mittlere der drei parallelen Fundamente an der S-Seite weiter nach O fortsetze 34 . Bei den Grabungen des Jahres 1993 stellte es sich endgültig heraus, daß das in west-östlicher Richtung auf einer Länge von 32 m großteils freigelegte Fundament keine Fortsetzung des mittleren der drei parallelen Fundamente an der S-Seite des westlichen Baukomplexes darstellt, sondern einen Anbau. Dieser hat einen rechteckigen Grundriß, der durch die Kenntnis der vier Ecken des Baues gesichert ist; außerdem sind die östliche und die westliche Schmalseite, die mit der östlichen Außenmauer des westlichen Baukomplexes identisch ist, in ihrer Länge von 8,20 m weitgehend erhalten, während die nördliche Langseite nur an zwei Stellen angeschnitten wurde 3 ' . In der Flucht der östlichen Schmalseite des Anbaues konnte bei den Grabungen des Jah­res 1992 eine monumentale Toranlage festgestellt werden (Abb. 9), die sich vermutlich mit drei Durchgängen zwischen vier rechteckigen Fundamenten einerseits in einen Innenraum, andererseits auf einen anscheinend gepflasterten Vorplatz öffnete 36 . An das angenommene vierte rechteckige Fundament schloß sich in Analogie zu dem ersten Pfeiler wohl die Fort­setzung des östlichen Mauerfundamentes an, von dem sich nur ein kleines Stück erhalten hat, das aber die Stelle darstellt, wo das Fundament in westlicher Richtung umbiegt; südlich davon verläuft in einem Abstand von 4,20 m parallel zu dem ersten west-östlich gerichteten Fundament ein zweites 37 . Im Inneren des Baues weisen die bisher ergrabenen Fundamente darauf hin, daß der Tordurchgang nicht in einen Hof, sondern in einen geschlossenen und überdachten Bereich führte. So ergibt der Verlauf der Fundamente hinter dem 1. Tor im S einen quadratischen Raum von 5 x 5 m, der Fundamente hinter dem 2. und dem vermuteten 3. Tor einen annäherend quadratischen Raum von 10 x 11 m. Die Vermutung liegt nahe, daß es sich hier um einen Abstellraum (Remise) für Fuhrwerke gehandelt haben könnte. Neben den beiden großen, an ihrer Innenseite zusammenhängenden Baukomplexen im O

Next

/
Oldalképek
Tartalom