Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 17-18. (1983-1984) (Szombathely, 1989)
Néprajz - Petrić Mario: A tetoválás és a kauterizálás – néhány antik forrás a balkáni népek néprajzához
ÖA.VA.K1A 17-18. KÖTET A VAS MEGYEI MÚZEUMOK ÉRTESÍTŐJE 1983-1984 SCHULEN UND SCHULMEISTER IN DER KÖRMENDER GEGEND (1499-1848) TÓTH ISTVÁN GYÖRGY In diesem kurzen Artikel möchte ich nicht nur die Geschichte der Schulen in Könnend und in den Dörfern der Könnender Gutsherrschaft untersuchen. Wir müssen auch die Frage nach der Wirksamkeit dieser Schulen stellen, obwohl wir wissen, dass die Antwort nur fragmentarisch sein kann. Die Könnender Schule ist erstmalig 1499 dokumentarisch erwähnt. Im Vermächtnis des Gutsherren des Marktes, Johann Ellerbach von Eberau (Monyorókerék) wird über die Schule nur geschrieben, um den Ort einer Mühle eindeutig zu machen : Die genannte Mühle lag „in opido Kennend in fluuio Raba infra Scolam". Das Gebäude stand wahrscheinlich zwischen dem Fluss Raab und der schon im 13. Jahrhundert erwähnten Pfarrkirche, also ebenda, wo sie sich im 17. Jahrhundert befand. Mehr wissen wir über diese Schule nicht, wahrscheinlich war sie eine der Pfarrschulen, wie überall in den Marktflecken. 1 Danach hören wir etwas über diese Schule in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Im Jahre 1552 wollte der Rektor der Könnender Schule, ein gewisser Stephanus Literátus, den Nachlass des Literátus Michael erhalten. Der Schulmeister verlangt seine rechtmässigen Güter, schrieb der damalige Gutsherr von Könnend, der Vizebanus von Kroatien, András Tarnóczy, in einem Brief an den künftigen Palatin, Tamás Nádasdy, und überdies will er das Geld zu guten Zwecken verwenden, da er davon sein Wiesen vermehren will, „Studium suum... augere velit". Wahrscheinlich wollte der Schulmeister seine Bildung an einer oder mehreren Universitäten ergänzen. Nádasdy gab dem Literátus den Nachlass, weil - wie der Magnat von humanistischer Bildung den Zeugen nach erklärt hatte, - „literato atramentum et papirum oportet". 2 Ob der Ludirector dann mit diesem Geld wirklich ins Ausland aufbrach, oder nicht, wissen wir nicht, nach vier Jahren hatte Körmend aber schon einen neuen Meister, den Literátus Gergely Ezthregnyey. Der Meister Gergely war der Erzieher des Waisensohnes András Tarnóczys und der Vertrauensmann von dessen Witwe. „Der Meister meines Sohnes, der Meister Gergely wird Euren Gnaden mehr sagen, ich bitte Euren Gnaden seinem Wort zu glauben" schrieb Frau Tarnóczy 1556 an Tamás Nádasdy. 3 Im folgenden Jahr sandte sie ihren Sohn, Wolfgang, nach Wien, „pro Uteris bonis colendis", und um ihn zu begleiten, „priorem eius poedagogum, Gregorium de Eztreghnye." 4 Der Name von Gregorius Eztregnijus wurde im Oktober 1559, der des jungen Tarnóczys im nächsten Frühjahr in die Matrikel der Wiener Universität eingeschrieben. 5 Ende 1560 wurde Ezthregnyei wieder als Schulmeister von Wolfgang Tarnóczy in einem Brief erwähnt, und von Körmend zu dem Palatin geschickt : Wahrscheinlich kehrte der junge Tarnóczy von der Wiener Universität nach kurzer Zeit nach Könnend zurück. Ab Herbst 1561 wurde der adelige Junge auf Empfehlung Tamás Nádásdys am Hof des Bischofs zu Erlau (Eger), 187