Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 17-18. (1983-1984) (Szombathely, 1989)

Régészet - Fekete Mária: Késő-hallstattkori lakóház leletmentése Csöngén

SAVARIA 17-18. KÖTET A VAS MEGYEI MÚZEUMOK ÉRTESÍTŐJE 1983-1984 EINE NEUERE INSCHRIFT VON L. OCTAVIUS FAUSTINIANUS AUS SAVARIA ISTVÁN TÓTH Das im Folgenden darzustellende Inschriftbruchstück wird im Lapidarium des Savaria Museums zu Szombathely aufbewahrt. Das Denkmal wurde von Magdolna Medgyes im Laufe einer Auflegung bei dem Bau des neuen Stadthauses aufgefunden 1 . Es lag 3 Meter tief auf dem Gebiet eines weit ausgebreiteten Säulengebäudes, in einer Schicht also, die weit unter dem Gehniveau des Gebäudes an der Ecke der heutigen Thököly und Bejczy Straßen lief. Die Inschrift war nach aller Wahrscheinlichkeit noch in der Römerzeit mit anderen Stücken, darunter mit einem aus weißem Marmor ge­schnitzten weiblichen Torso in die das Gehniveau durchbrechende Grube gekommen, so wird ihr Verhältniß zu den Perioden des dort aufgelegten Gebäudes erst durch die Analyse des gesamten Materials der Ausgrabung zu bestimmen sein. Das steinerne Denkmal besteht aus einem marmorartigen, kristallenen Kalkstein, seine Höhe beträgt 65, seine Breite 48, seine Dicke 8,5 cm. Die Buchstaben der Inschrift sind außerordentlich schön, sie sind regelrecht eingraviert. In den Buchstaben blieb die originale rote Färbung vollkommen unversehrt erhalten. Sie wurde - Dank der Sorgsam­keit der Restauratorin Judit Szakonyi - gleich nach der Hervorhebung des Steines fixiert. Die Höhe der Buchstaben macht 6,5-6 cm aus. Über der Inschrift blieb ein kleines Bruchstück des einfach profilierten Rahmens erhalten, dies setzt außer Zweifel, daß die auf uns gebliebene erste Zeile auch im Originalen den Anfang der Inschrift bildete. Alle drei übrigen Seiten der Inschrift sind gebrochen. Das Material des Denkmals und die außerordentlich sorgsame Ausführung weisen darauf hin, daß wir dem Überrest einer einstmal umfangreichen, repräsentativen Tafel - aller Wahrscheinlichkeit nach einer Bauinschrift - gegenüberstehen, deren Ergän­zung unsere Kenntniße in Bezug auf die Geschichte von Savaria in mehreren Hinsichten erweitern kann. Hinsichtlich der erhalten gebliebenen Spuren von Buchstaben, die den Bruch ent­lang wahrzunehmen sind, muß man Folgendem Aufmerksamkeit schenken : 1. Zeile: Aus dem letzten Buchstaben an der rechten Seite blieb ein senkrechte Hasta : B, D, E, F, H, I, K, L, M, N, P, R sind die Buchstaben, die in Rechnung kommen. 3. Zeile: Die schiefe Buchstabenhasta am Anfang der Zeile kann nur der Überrest von einem R sein : R] A. 4. Zeile: Die senkrechte Linie am Anfang der Zeile ist der Überrest von einem H, I oder N. Zusammengelesen mit dem darauffolgenden Wortbruch ergibt sich NJIANUS als plausibilste Lesung. Am Ende der Zeile sieht man die mittlere Strecke des Kreisbogens von einem С klar : DEC[ . 5. Zeile: Am Anfang der Zeile blieb der Obere Bogen von einem С klar erhalten: C]ENTON. 139

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