Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 15. (1981) (Szombathely, 1988)
Helytörténet - †Szövényi István: Kőszegi asztalosmesterek a céh alapításától annak megszűnéséig (1634–1872)
Die Tischlerzunft hatte von ihrer Gründung bis zu ihrer Auflösung, also in der Zeitspanne 1634-1872, 85 Meister aufgenommen. Diese verhältnismässig hohe Zahl der Tischler, die in der Stadt arbeiten konnten, beweist die Nachfrage und den hohen Entwicklungsstand dieses Handwerks. Anfangs bildeten die Tischler mit den „Püchsenschiftern" eine gemeinsame Zunft, aber wegen aufgetauchter umstrittener Fragen kam es zur Trennung. Im 18. Jahrhundert führte die Zunft einen scharfen Kampf gegen die Willkür des Herrschers für den Schutz ihrer Autonomie. Das Ansehen der Zunft wurde auch dadurch erhöht, dass in ihren Reihen berühmte Orgelmacher arbeiteten wie Kristoph Schwarcz, Hans Jakob Jetter, künstlerisch hochgeschätzte hersteller der Orgeln der Stadt und der Umgebung. Unter den Tischlerdynastien zeichneten sich besonders die Werkstätten der Familien Schwarcz, Grunner und Stegmüller beinahe ein Jahrhundert lang oder sogar darüber aus. Der Zerfall der Tischlerzunft im 19. Jahrhundert wurde durch ihre die Initiativen zurückhaltende hierarchische Struktur beschleunigt. Der im Jahre 1860 veröffentlichte kaiserliche Patens beschränkte stark ihre Tätigkeit, und am Ende kodifizierte das erste Handwerks- und Industriegesetz die Auflösung der Zünfte, darunter der beinahe zweieinhalb Jahrhunderte hindurch blühenden Tischlerzunft. 376