Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 13-14. (1979-1980) (Szombathely, 1984)

Természettudomány - Horváth Ernő: A környei népvándorláskori temető növénymaradványai

PFLANZENRESTE AUS DEM GRÄBERFELD DER VÖLKERWANDERUNGSZEIT BEI KÖRNYE ERNŐ HORVÁTH Környe befindet sich in der Nähe von Tataibánya, wo 1953 beim Sandge­winmen ein Gräberfeld der Völkenvanderungszeit freigelegt wurde. Die Frei­legungen wurden von der Arahäologin dr. ' Ágnes Salamon geleitet. Im Laufe ihrer Arbeát ihat sie 152 Gräber freigelegt, von denen aus mehreren Pflanzen­reste vorkamen. Diese wurden már zur Bestimmung und zur Bearbeitung über­geben. Die Fflanzenre&te waren meistens zu Metallstüaken anschmiegende kleinere oder grössere Bruchstücke, die von den Salzen der Metalle konserviert wurden. Daher kommt es auch, dass sie zum Herstellen von Schnitten unverwendbar sind, dass also nur Oberfläohenuntersuchungen möglich waren. Einige von den Funden sind hervorzuheben. Einer von ahnen ist das Leàn­gewebebrudhstüclk 75/c, das auf ein Silberplättohen gehaftet war, auf der Ober­fläche mit zwei Dauneniedern. Das Textálstüok konnte also ein Federkissen ge­wesen sein, worauf das Schwert gelegt wurde. Das andere ist das Bruchstück eines Schildhöckers (9'9/d), auf dem audh Holzstücke erhalten blieben (Betula pendula L.). Interessant /ist aber, dass man zwischen umbo und Holzschildkörper als Unterlage Steppengras applizierte. Die Stengelteile der Stipa capillata L. sind auch auf dem beigelegten Foto schön erkennbar. Diese Pflanze ist in der Umge­bung auch heimisch, was das hiesage Herstellen des Objektes beweist. Ihre Ver­wendung beim Schild könnte kultischen Zwecken gedient haben. Zu erwähnen ist ein Pfeil, der unter den ähnlichen Funden sehr selten ist. Er wurde aus Nuss­holz (Juglans regia L.) hergestellt (128). Zu erwähnen ist endlich ein Holzstück, eine geschichtete Lamelle (s. Bild) Der Holzkörper entstand nämlich durch das Aneánanderkleben der Schichten verschiedener Hölzer. Er weicht von der heuti­gen iamellierten Platte darin, dass die einen Sohiohten länglich, die anderen quer lagen. Die Fasern treffen in T-Form miteinander. Die abwechselnden Schichten gehören in die Genera Populus und Cerasus. Die Funktion ides Objekts kann auch anhand der archäologischen Begleitfunde nicht geklärt werden. Unter den Pflanzenfunden gibt es 14 Arten aus 11 Genera. Am häufigsten kam Genus populus vor. Drei Arten i(Populus tremula, alba, nigra) werden zum Herstellen von Einlagen von Schwerthülsen, Gürtelenden und zu Iamellierten Platten verwendet. Die beiden anderen häufigsten sind Fagus süvatica L. und Tilia cordata MILL. Das erste wurde zu Schwerthülsen und Lanzenstielen, das andere zu Schwerthülsen, als Einlagen von Sohwertscheaden und Riemenenden verwendet. Cerasus avium MÖNCH, sowie Quercus jarnetto TEN. kamen an je drei Mustern vor und zu Schwerthülsen, Messergriffen .und Iamellierten Platten bzw. zur Schwerthülse verwendet. Mit je zwei Mustern fand man Fraxinus excel­sior L. und Corylus avellana L. Die Fraxinus wurde zur Schwerthülse und Lan­zenstiel, die Corylus zum Lanzenstiel und Schwertsoheide verwendet. An je einem Fund kamen Fraxinus ornus L., Juglans regia L. und Betula pendula ROTH vor. Fraxinus wurde als Lanzensitiel, Juglans als Lanzenstiel und Pfeil, Betula als Schild verwendet. Die von den Weichstengeligen gemachten Sohiiltíbuckelunter­lage verwendete Stipa capillata L. und das Linum sp. sollen noch erwähnt wer­den, woraus Leinen gemacht wurden. Alle bestimmten Pflanzen lebten wohl in der Umgebung des Fundorts und scheinen die dortige Herstellung der betreffenden Objekte zu beweisen. 28

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