Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)

Természettudomány - Uherkovich Ákos: További vizsgálatok az Őrség nagylepkefaunáján (Lepidoptera). – Nyugatmagyarország nagylepkefaunája III.

Einen Teil meiner Ergebnisse habe ich in der zitierten Arbeit bereits publi­ziert, doch habe ich seither neuere Ergebnisse gewonnen. Diese werden in ungarischer Sprache in der gegenwärtigen Arbeit gebracht. Auch 54 seltene und kennzeichnende Gross-Schmetterlingsarten der Land­schaft őrség ausführlich besprochen. Es werden von diesen Arten die ungar­ländische Verbreitung (Abib. 7.), auch das Flugdiagramm einiger Arten (Abb. 8.) und mehrere Photos über die besprochenen Arten (Abb. 9—10.) gebracht. Bei der quantitative Analyse des Materials werden die dominanten Arten erörtert. (Darunter werden die häufigsten 8—8 Arten aufgezählt.) Diese Arten sind teils von allgemeiner Verbreitung im lande, also polyphage Arten von breiter ökologischer Valenz. Teils sind sie solche laubfressende Arten, die unter günstigen Umständen zu grösserer Vermehrung neigen. Auch dieauf Nadel­hölzern lebenden können sich hier in solchem Masse vermehren, dass ihr Anteil mehrere Prozente ausmachen kann. In meinen früheren Untersuchungen habe ich mich mehrmals mit der Menge der* laubfressenden Arten der einzelnen Biotope beschäftigt (Uherkovich 1975, 1976, 1977a). In der gegenwärtigen Arbeit habe ich die relative Dominanz der laubfressenden Arten aus dem durch die Lichtfallen erbeuteten Material berechnet. Ihre Gesamtmenge beträgt 28—35%, das ist niedriger, als die Werte in der Weissbuchen-Eichen-Zonen von Süd-Transdanubien, doch höher, als die Werte in der Flaumbusch eichen Wäldern letzterer Gegend. Der Anteil der flechtenfressenden Arten ist unbedeutend, mit 1,3—2,3% weit niedriger, als z. B. in der ungarländischen Drau-Ebene (vgl. Uherkovich 1978c). Die ökologische Analyse der Gross-Schmetterlingsfauna ergab in der unter­suchen Landschaft folgende Charakteristika: 1. In der őrség gibt es einige solche Arten, die sonst nur in westlichem und nördlichem Grenzsaum Ungarns anzutreffen sind. Diese leben wegen ihren Futterpflanzen oder ihrer engen ökologischen Valenz hier. 2. Es gibt hier zahlreiche solche Arten, die auch in der Fauna Süd-Trans­danubiens vorkommen. Diese sind feuchtigkeitliebende (hyrgophile), nach der älteren Auffassung montane Elemente. Zu solchen können die auf Birken und Nadelhölzern lebenden Arten, ferner die feuchtigkeitlebenden, in Hochstauden­gesellschaften (Altoherbosa) lebenden Arten zugezählt werden. 3. Das ungarische Alpenvorland ist ein wichtiges Zentrum für die Ausbreit­ung gewisser Arten. In einer früheren Periode von mehr extremen (kontinenta­len) Charakter fand hier Unterschlupf ein Teil der feuchtigkeitliebenden Arten. In den letzten zwei Jahrzehnten — als das Klima zunehmend etwas ausge­glichener wurde — haben jene Arten von hier aus die für sie wieder potimaler gewordenen Gebiete, vor allem Süd-Transdanubien, aber auch weitere Gebiete, erobert. 4. Die andere Rictung der gegenwärtigen Ausbreitung ist eine entgegenge­setzte, eine Area-Zunahme von S, SO. Diese Arten von sog. „Sibylla-Тур" (Var­ga 1963, 1964) drängen teils durch Süd-Transdanubien nach N, NW vor, teils treten sie an der Ostgrenze in das Land. Von diesen errechten mehrere Arten das Gebiet der őrség. Es sei festzustellen, dass zwischen den Landschaften őrség und Süd-Tans­danubien bezüglich der Gross-Schmetterlingsfauna sehr viele Ähnlichkeit bes­techt. Diese gemeinsamen Züge begründen die Auffassung, dass beide Land­schaften eine zusammengehörige zoogeographische Einheit bilden. Die durch ihre „verwandte Fauna" verknüpften Landschaften őrség und ihre Umgebung, 97

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