Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)
Néprajz - †Bárdosi János: A felsőszölnöki szlovén füstösház
vorzufinden, selbstverständlich mit Steigkamin in der Küche und mit Heizofen im Zimmer. Demgegenüber war in den Siedlungen der gebirgigen Landschaften der Grundriss mit dem alten Rauchhaus stäriker verbreitet, bis in die letzte Jahrzehnte hinein, wo das an der Stelle des Rauchhauses entstandene Zimmer und die an der Stelle der Labn entstandene Küche auch weiterhin ungeteilt blieben, mit den ursprünglichen vollständigen Massen oder verkleinert. Aus dem Vorgetragenen ist es ersichlieh, dass Zweck und Ziel unserer Untersuchungen das Beschreiben des slowenischen Rauchhauses im Komitat Vas, das Angeben der Varianten seiner Weiterentwicklung und' das Vorzeigen dieser Dinge an einem konkreten Beispiel waren, das nur eine Möglichkeit der verschiedenen Modernisierungsverfahren ist. Endlich sei noch darauf hingewiesen, dass hier im Berührungsgebiet mit den drei Staatsgrenzen bezüglich der slowenischen, österreichischen und ungarischen Rauchhäuser und „Wohnhäuser mit Rauchküche auch Abweichungen und Wechselwirkungen vorhanden waren, die über die grundrissmässige Gliederung hinausgehend in der Lokalisation der Türen der einzelnen Räuimliclhkeiten und in der Art des Rauchabzugs der Feuerungsanlagen anzufassen sind. Beim ungarischen Rauchhaus — im Gegensatz zum österreichischen und slowenischen Typ — gab es pro Räumlichkeit je einen eigenen Eingang von der Gredn her, und die Eingänge öffneten sich nicht aus demi Vorraum (Laube, Labn, p're:klet). So entstand (bei uns die Küche nicht aus der Labn und das Zimmer aus der Rauchstube, wie bei unseren Nachbarn; letztere wurde zur Küche, nachdem man zu ihr ein Zimmer mit einem von aussen beheizfoaren Heizofen erbaut hatte. Der Vorraum wurde ibei uns zur Vorratskammer. Im ungarischen Rauchhaus und in der späteren Rauchküche befand sich der Backofen mit der Heizibanik immer der Tür gegenüber, weil man so am besten die rasche Abfuhr des dort gebildexen Rauches und die Beleuchtung des Raumes vor der Befeuerungsanlage sichern konnte. Nach den bisherigen Untersuchungen stand der Backofen im ungarischen Rauchhaus immer an der Wand zur Kammer oder zur ehemaligen Labn, während er in der Rauchküche an die Wand zum Zimmer erbaut wurde, damit man von seiner Heizbank auch den Heizofen des Zimmers beheizen kann. Die Lokalisatiön der Feueranlage kann also teils für den Haustyp, teils chronologisch massgebend sein. Es kann auch erwähnt werden, dass wir, abweichend von unseren Nachbarvölkern, in unseren Rauchhäusern und Wohnhäusern mit Rauchküche oberhalb der Heizbank vor dem Backofen keinen Funkenfänger gefunden hatten. Auf der Grundlage der bisherigen Forschungen und unserer eigenen Beobachtungen sind wir der Meinung, dass wir kn Falle der ungarischen Rauchhäuser mit zwei Lösungen rechnen können: 1) mit der Existenz eines Vorraums hinter dem Rauchhaus, der nach vorne offen oder imit einer Tür versehen war, 2) mit einer an das Rauchhaus sich unmittelbar anschliessenden geschlossenen Kammer. Die erste ist auf österreichische öder slowenische Wechselwirkung zurückzuführen; es ist aber auf den Einfluss des Ungarntums zurückzuführen, dass bei einigen slowenischen Vehnhäusern, mit Rauchküche im Komitat Vas sich die einzelnen Räumlichkeiten unmittelbar auf die Gredn Öffnen. 281