Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 7-8. (1973-1974) (Szombathely, 1979)

Természettudomány - Schmidt Egon: Adatok Vas megye kisemlősfaunájához baglyok táplálékvizsgálata alapján

breiter Klinge in die Erde gelangte, solche aber bereits zur Zeit der Kurd-Funde hergestellt wurden. Bronzefund II vom Ság-Berg und auch die vier anderen weisen, wie wir zeigen konnten, manche Affinitäten mit den nordostungarischen Depotfunden des Horizontes von Hajdúbö­szörmény auf. Es muß jedoch betont werden, daß besonders in dieser Zeit die Eigenständigkeit der Bronzeindustrie Westungarns — die Anzahl der Funde ist allerdings nicht groß — sehr auf­fällt. Trotz einiger gemeinsamer Typen der beiden regionalen, anscheinend gleichzeitigen Depot­gruppen ist im allgemeinen ihre Zusammensetzung eine anders geartete. In den westungarischen Depotfunden fehlen die Bronzegefäße, wie sie in mehreren nordostungarischen reichlich vertre­ten sind (Mezőkövesd[Kom. Borsod], Hajdúböszörmény, Egyek, Szentes), 61 so die Situlen mit der Vogelbarkendarstellung, die Kreuzattaschenkessel. Die Kirkendrup-Tassen, die in beiden Fundgruppen vorkommen, sind in Westungarn selten. 62 Schalenknaufschwerter sind in Westun­garn nur durch wenige Exemplare vertreten. Die so charakteristischen Tüllenbeile mit halb­mondförmigem Rand und hochgezogenem Zipfel, ein charakteristischer Typus der Depotfunde der Hajdúböszörmény-Gruppé, ist in Westungarn so gut wie unbekannt. 63 Beiden Gruppen gemeinsame Typen sind die oberständigen Lappenbeile, wie z. B. im Fund II von Tiszakarád und Szentes. 64 Gelegentlich tauchen in den Hajdúböszörmény-Funden auch Sicheln, wie sie zum Fund II vom Ság-Berg gehören, auf, so in den Funden von Nagykálló-Görénymocsár, 65 Rohod Fund II, 66 Tiszaeszlár (Kom. Szabolcs-Szatmár), 67 usw. Man könnte die Aufzählung der Unterschiede, aber auch der gemeinsamen Typen fortset­zen. Ob der nicht einheitliche Fundcharakter einem heute nicht genau bestimmbaren Phasen­unterschied der Niederlegung der beiden regionalen Depotgruppen zuzuschreiben ist, oder der Unterschiedlichkeit der Metallurgie der beiden Kulturprovinzen, ist schwer zu sagen. Die west­ungarischen Funde können eher mit österreichischen und italisch —adriatischen, die nordostun­garischen am besten mit siebenbürgischen Einflüssen in Verbindung gebracht werden. Als einen Beweis für die Auffassung, daß die beiden regionalen Depotgruppen gleichzeitig sind, kann man u. a. die Funde der Fliegenhöhle betrachten, da dort Gegenstände beider Gruppen entdeckt wur­den, so Bruchstücke von Glockenhelmen, Schwertscheiden, Schwerter mit dreifach profiliertem Griff wie das des Schalenknaufschwertes vom Ság-Berg, Mohnkopfnadeln, ähnliche Gefäß­fragmente wie sie zu den Hajdúböszörmény-Funden gehören, Griffdornmesser, Tüllenbeile zwi­schen den Pseudolappen mit V-förmiger Rippe, winzige Nägelchen (wie in Fund V). Trotz mancher gemeinsamer Typen in den nordostungarischen Depotfunden der Hajdúbö­szörmény- und der west ungarischen Ság-Berg-Gruppe ist es nicht immer einfach, die letztere ein­deutig zu charakterisieren. Es läßt sich auf den ersten Blick sagen, daß sie jünger sind als die vie­len Kurd-Funde Westungarns, in denen die oberständigen Lappenbeile, im allgemeinen die Beile mit Pseudolappen, die Griffdornmesser, die Griffzungensicheln mit breiter Klinge und Loch, die Mohnkopfnadeln, die einschneidigen Rasiermesser, die Armbänder mit Stricheichenverzierung u. a. fehlen. Nicht so einfach ist jedoch die Abgrenzung gegenüber dem folgenden Horizont, dem von Romand, 69 worin manche Typen der Ság-Berg-Funde noch in reichlicher Anzahl vertreten sind, so die Pseudolappenbeile, die Griffdornmesser, die einschneidigen halbmondförmigen Ra­siermesser, die oberständigen Lappenbeile. Zu diesen gesellen sich aber Typen, die in der Hajdu­böszörmény-Ság-Berg Stufe noch fehlen: die Schalenknaufschwerter (älterer Typus) wurden durch die Antennenschwerter, die Mohnkopfnadeln durch die Zwiebelkopfnadeln abgelöst. Es handelt sich offenbar um zwei zeitlich in einem kurzen Intervall folgende Fundhorizonte. Im Zu­sammenhang mit dem Fund von Romand fragt Jockenhövel, ob sich die beiden Stufen, nämlich Ha B| und Ha B 2 „im Ostalpengebiet überhaupt trennen lassen." 70 Wie wir an den angeführten Beispielen zeigten, kann man manchmal die Funde eher durch das Fehlen einiger Typen bestim­men, da sich bei dem jüngeren Fundhorizont von Romand nicht so tiefgreifende Änderungen im Typenbestand, wie bei den Kurd- und den Hajdúböszörmény-Funden, abzeichnen. Durch die Publikation der spätbronzezeitlichen Depotfunde Kroatiens, die, wie man schon 94

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