Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)
Évi jelentés a Vas megyei múzeumok 1965., 1966–1970. évi munkájáról - Savaria Múzeum, Szombathely - Bárdosi János: A Néprajzi Osztály jelentése
Mittel-Transdanubiens — Fejér, Vas, Veszprém — entstandene gemeinsame „Keramische Ausstellung", die das wertvollste keramische Matenial der Museen erwähnter Komitate von der Urzeit bis zum Ende des 19. Jh. veranschaulichte. Auf dieser Ausstellung wurden aus unserem Koimitat, hauptsächlich Heimische und bahamische {neuchriisitiidhe) Gegenstände vorgeführt. Die Ausstellung der Hirtenkunst wurde vom 22. Oktober bis 20. November 1967 von 1566, die keramische Ausstellung vom 27. März bis 11. Juli 1968 von 6670 Besuchern im Savaria Museum besucht. Derartige thematische, eine grössere Landschaiftseinheit umfassende Ausistellungen — die die Kultur mehrerer Komitate dokumentieren — müssten auch in der Zukunft veranstaltet werden. Im November 1969 wurde aus dem Gegenstandsimatcrial der lokalen ethnographischen und ortsgeschichtlichen Sammlung die „Ausstellung der Geschichte der Landwirtschaftlichen Geräte von Őrség" veranstaltet, die vom 11. November 1969 bis März 1970 geöffnet war, Amlass zu dieser Ausstellung gewährte die vom Ungarischen Agrarvissenschaftlichen Verein am 13. und 14. November 1969 in Szombathely und Örisizentpéter abgehaltene „Konferenz über die Geschichte der regionalen landwirtschaftlichen Produktion", die gewissenmiassen auch das Thema der Ausstellung bestimimte. 1970 veranstalteten wir eine ständige ethnographische und ortsgeschichtliche Ausstellung im Dorf museum von Rábagyarmat, ausserdem wurde das vom lokalen Gemeinderat gekaufte Haus mit Dübelmauer und Rauchküche — ein Volksdenkanal — welches mit Hilfe der Produktionsgenossenschaft und der Einwohner hergerichtet wurde, eingerichtet und am 4. Oktober erfolgte die feierliche Eröffnung desselben. Die Gemoindeobrigkdit zeigte durch den Ankauf und die Herrichtung des in den Dienst der museologisehen Funktion gestellten Bauernhausdenikmals — die Zusammenarbeit und die opferbereite Arbeit der Einwohner inbegriffen — ein befolgenswertes Beispiel. Diese Tatsache vermindert jedoch keinesfalls die Verdienste des Pädagogen László Acs, der auf Grund unserer Ratschläge ausser der ethnographischen Gegenstands- und Themensammlung mit aller Energie zur Errichtung des Dorfmuseums und Rettung des erwähnten Bauernhauses beitrug. Bei der Ziisammenstdllung der Ausstcllungstheniatik des in den vier Räumlichkeiten der frei gewordenen Pädagogeniwohnung wirkenden Dorfmuseums waren wir gezwungen, uns an das bereits vorhandene ethnographische, literaturgeschichtliche und ortsgeschichtliche Material zu halten. Die zur Verfügung stehenden ethnographischen Gegenstände wurden in folgende Gruppen geteilt vorgeführt: a) Geräte der Lebensmiittellagerung und -Verarbeitung, Toingefäissie des Baucxinhaiushaltes. b) Beleuchtungsgeräte, c) Geräte der Hanf- und ,Flaehsverarbeitung. d) Bienenhäuser. Ausserdem wurden aus dem orts- und literaturgeschichtlichen Material die auf das Dorf bezüglichen gedruckten ethnographischen Mitteilungen und thematischen Manuskripimimimlungen ausgestellt. Auf Landkarten wurden die historische Entwicklung der Siedlung und die Namen der Dorfflure veranschaulidht. Ausser der Veranstaltung von Ausstellungen betrachteten wir es als eine unserer wichtigsten Volksbiidungsaufgaben, die gesellschaftliche Arbeit der freiwilligen ethnographischen Sammler zu organisieren und den Leitern der kleinen musealen Sammlungen und Dorfmuseen unseres Komitats fachliche Anleitung zu gewähren. Wir waren bewusst darauf bedacht, je mehr gesellschaftliche Aktivisten und jugendliche Heimatskunden-Eachkreise zu der ethnographischen Saimmclarbeit heranzuziehen. Jährlich wurde — als Teil des Landeswettbewerbes — der Wettbewerb für ethno542