Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 2. (Szombathely, 1964)

Jahresbericht über die Arbeit in den Museen des Komitates Vas im Jahre 1963, Savaria Museum, Szombathely

der Schwerpunktbestimmung der Kunstgewerbesammlung auch die Mängel der Sammlungseinheiten: Möbel, Keramik, Glas, Textilien, Kunstschmiedearbeiten, Bucheinbände, Lederarbeiten usw. festgestellt. in Kenntnis obiger Daten und der Ortsbeschaffenheiten, sowie nach Feststellung der prinzipiellen Gesichtspunkte des kunstgewerblichen Sammeins wurden die diesbe­züglichen Richtlinien der Museen des Komitats Vas bzw. des Savaria Museums festgesetzt. Diese Richtlinien verfolgen zwei Hauptgesichtspunkte: 1. Erwerbung von Gegenständen aus den alten Sammlungen, sowie aus den Schlössern des Komitats. 2. Eine möglichst vollständige Sammlung der im Komitat angefertigten kunst­gewerblichen Denkmäler. In beiden Fällen werden Photographien, Zeichnungen oder schriftliche Doku­mente als wichtige Ergänzungen angesehen. Die Erwerbungen des Jahres 1963 erfolgten obigen Gesichtspunkten gemäss. Unter den Neuerwerbungendes Savaria Museums sind ein Stuhl mit Schnecken­füssen und ein bemalener Kasten aus der Zeit um 1700 hervorzuheben. Mehrere bedeutende Stücke wurden durch Kauf aus der Hinterlassenschart von Frau Dr. Pet hő Er nőné, Baronin Gin a Szeged y (Szombathely-Acsád) erworben. Vorallem ist ein Perser- teppichstück vom Ende des 16. Jh., ein grosser Aubusson Teppich vom Ende des 18. Jah., eine flämische Tapisserie aus dem 17 Jh. und schliess­lich ein ungarischei Louis XVI Kasten aus Kirschenholz mit Glaseinsatz zu erwähnen. Bedeutenden Zuwachs bedeutet das im Urania Hof gefundene Goldschmied­fund-Ensemble aus der Renaissance zeit. Die sich darunter befindlichen teils vergol­deten, mit Gravierungen verzierten Silberbecher, die plastisch ausgebildeten Spangen, Klammern, Agraffen sind voizögliche Denkmäler der ungarischen Goldschmiede­kunst aus dem 16. Jh. In dem aus 104 Stücken bestehenden Fund-Ensemble befanden sich neben bedeutenden Goldschmiedarbeiten auch Textilienbruchstücke und unge­fähr 80 verschiedene Silbergeldstücke. Im Savaria Museum wurden Vorbereitungen getroffen, die Möbel, Textilien und Keramiken zu restaurieren. Der ganze aus dem Urania Hof stammende Fund musste dringend einer Restauration unterworfen werden. In der Lösung dieses Prob­lems war uns die Zentrale Museologisch-technologische Gruppe und das Kunstge­werbemuseum sehr behilflich. Die Funde wurden bereinigt, Joachim Szvetnik begann mit der Restauration; die Arbeit wird durch ständige Photodokumentation begleitet. Die begonnene Anfertigung einer kunstgewerblichen Topographie des Komitats bedeutet ein wichtiges Resultat auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Es erfolgten Forschungen über die Geschichte der Goldschmiede-, Möbel­kunst- und Blichbinderarbeiten. Im Savaria Musem fand eine moderne Kunstgewerbe-Ausstellung statt. An der hierauf folgenden Sitzung nahmen die Vertreter der Kunsthalle, des Kunstgewerbe­museums, des Slowakischen Museums (Pressburg), sowie hiesige Künstler und Fach­leute teil. Schon zwei Monate nach Auffinden der vom Urania Hof her stammenden Renaissance Goldschmiedearbeiten wurden diese ausgestellt, und zwar waren sie auf der Kodex-Miniatur Ausstellung des Kunstgewerbemuseums zu sehen. Es wurden Vorbereitungen zur Veranstaltung einer Kunstgewerbeausstellung in Sárvár, sowie einer Ausstellung „Neuanschaffungen der Kunstgewerbesammlung des Savaria Museums" getroffen. Éva Sz. Koroknay 380

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