Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 2. (Szombathely, 1964)

Jahresbericht über die Arbeit in den Museen des Komitates Vas im Jahre 1963, Savaria Museum, Szombathely

ARCHÄOLOGIE Archäologische Arbeiten wurden in den Museen des Komitats Vas im Jahre 1963 von zwei Archäologen : Thérèse P. Bu о с z und Tihamér Szent­léleky durchgeführt. Da das Museumsnetz des Komitats über keinen Museologen für mittelalterliche Forschungen verfügt, führte Ilona Valter, die Forscherin des Zalaegerszeger Museums die kleineren Ausgrabungen von Őriszentpéter aus. In diesem Jahr wurden jene grosszügigen Arbeiten beendet, die im Herbst des Jahres 1955 begonnen wurden und schliesslich zur Freilegung und Erhaltung des lseums führten. Die Freilegung dauerte von 1955 bis 1960, und im Jahre 1961 wurden auf Grund der von Ingenieur Gyula Hajnóczy angefertigten Pläne die Kon­servations- und Wiederherstellungsarbeiten des freigelegten Ruinengartens begonnen. Für den 8. September 1963, den Tag der Übergabe, wurde das Zentralgebäude des Heiligtums und die umliegenden Teile des Hofes fertig. Damit war die erste Periode der Gestaltung des Ruinengartens abgeschlossen. Die Westseite des lseums konnte nicht freigelegt und wiederhergestellt werden, obwohl sich hier ein reiches Fund­material befindet, da gegenwärtig Betriebsgebäude dort stehen, welche das Fort­führen der Ausgrabungen hindern. Auch der westliche Teil des ausserhalb des Heilig­tums liegenden Weges wurde nicht freigelegt. Ausser der Wiederherstellung und Ergänzung der Fassade, sowie kleineren Konservationsarbeiten wurden teilweise schützende Gebäude über den Original­ruinen erhoben. Die Besucher können hier gleichzeitig die nicht ergänzten originalen Mauern und die in den Glaskästen ausgestellten Funde besichtigen. Die Eröffnung wurde feierlich gegangen, Universitätsprofessor Dr. Aladár Dobrovits und Museumsdirektor Dr. Tihamér Szentléleky würdigten die Bedeutung des Ruinengartens und der Ausgrabungen. Parlamentsabgeordneter Dr. László Zsigmond nahm den Ruinengarten im Namen des Publikums des Komitats Vas entgegen. In Szombathely wurden auf den Grundstücken in Alkotmány u. 3—5. Fund­rettungsausgrabungen durchgeführt. Die Ausgrabungen berührten den als „cella trichora" vermuteten Bau. Die Ausgrabungen zeigten, dass das Gebäude, das hier gestanden hat, nicht drei Apsiden hatte, sondern dass sich die Grundmauern nach dem Osten zu fortsetzen, und der erwähnte Bauteil zwei nördliche und südliche mit Apsiden abschliessende Mauern hat. Die Forschungen klärten teilweise auch die Hauptperioden dieses Gebietes und des Gebäudes. Neben dem nach dem Ady Endre Platz zu liegenden nördlichen Teil des Ruinen­gartens „István Járdányi Paulovics" legte im Laufe der Fundrettungsausgrabungen ausserhalb des Ruinengartens Thérèse Р. В и о с z die Reste eines Brennofens frei. In Őriszentpéter Hess Archäologin Ilona Valter um die Kirche herum kleinere Fundrettungsausgrabungen durchführen. Thérèse P. Buocz und Tihamér Szentléleky Hessen in Szombathely in der Kis­faludy Sándor Strasse, sowie in Simaság kleinere Fundrettungsausgrabungen durch­führen. Es gelang, drei Gräber in relativ gutem Zusatnd auszugraben, jedes derselben war aber bereits ausgeplündert. In Simaság stiessen sie in der Sandgrube auf einen römischen Friedhof aus dem 2. Jahrhundert. In Szombathely wurden in der Petőfi Sándor Strasse im Laufe der Verlegung von Gasleitungsröhren die römischen Niveaus durchschnitten, und hier wiesen Reste von Basaltsteinstrassen, sowie Mauerteile von Bauten auf die Nähe der römi­schen Stadt hin. 25 Vas megyei Múzeumok Értesítője 377

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