Gaál Zsuzsanna – K. Németh András (szerk.): A Wosinsky Mór Múzeum évkönyve 38. (Szekszárd, 2016)

Szabó Géza–Békefi Mónika–Király Edit–Csányi Viktor: Bonyha középkori település területén 2015-ben végzett megelőző régészeti feltárás. Előzetes beszámoló

GÉZA SZABÓ - MÓNIKA BÉKEFI - EDIT KIRÁLY - VIKTOR CSÁNYI Eine am Gebiet der mittelalterlichen Ortschaft „Bonyha” im Jahre 2015 geführte vorbeugende archäologische Freilegung. Vorläufiger Bericht Über die mittelalterliche Geschichte von Bonnhard haben wir kaum schriftliche Erinnerungen, so liefern die am Gebiet der Stadt geführten Freilegungen die meisten Informationen darüber. Beinahe seit 10 Jahren gab es eine Bergung auf dem Gelände des Tesco-Hypermarkets, sowie das letzte Mal wurde eine vorbeugende Freilegung etwa paar Hundert Meter nördlich von hier, in der Verlängerung der Forberger Straße, am Teil der über das Völgység-Bach überspannende neuen Brücke und der Spurlinie der Straße geführt, welche die Stadt mit der am Hang der Hügel führenden Hauptstraße Nr. 6. verbindet (Tafel Nr. 23). Bei der Ausgrabung wurden viele verschiedene, zu der Siedlung gehörenden Objekte - insgesamt 188 Stk. - freigelegt und dokumentiert, unter denen der Mühlteich der größte und der wichtigste auf diesem Geländeteil (BFQ004.) war. An der Hanglage, aus dem Zweig der Bartók Böla-Straße kamen zahlreiche Objekte hervor, welche aufgrund unseres Fundmaterials zu der spätmittelalterlichen Stadt Bonnhard gehörten. Unter den freigelegten Objekten gab es typische Siedlungsgebäude, wie eine Werkstatt und Häuser, Gruben, Ofen, Pfahllöcher und Brunnen (Tafel Nr. 25-26, 29). Wir spürten insgesamt drei Häuser auf, von denen das eine (BFQ051-52.) ein Grubenhaus war, mit mehreren Gruben und Pfohstenlöchern. Das wichtigste Fundmaterial der Ausgrabung bildeten die drei vorgekommenen Brunnen (BFQ070., BFQ184., BFQ187.). Das sich von den nach unten verengernden, rundförmigen Brunnen vorgekommene Holzmaterial weist daraufhin, daß diese Brunnen eine Holzkonstruktion haben konnten. Die Keramiken erscheinen in einer vielfältigen Form in dem ausgegrabenen Fundmaterial. Das größte Teil der Gefäßfragmente lassen sich nach Typ und Funktion nur schwierig einzuordnen, es läßt sich jedoch eindeutig feststellen, daß das größte Teil des Keramikmaterials die unterschiedlichen Bruchstücke von Koch- und Vorratsgefäßen ergeben. Im Fundmaterial dominieren die für die letzte Hälfte der Anjou-Zeit, sowie für die nächste 150 Jahre datierbaren archäologischen Bodendenkmäler. Die für die Arpadenzeit unddie mittleren Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts datierbaren Gefäßfragmente bezeugen die Wurzeln und Nachleben der blühenden mittelalterlichen Siedlung. Aus dem Bonyhader Fundmaterial kennen wir auch weiterhin die wohlbekannten Keramiktypen aus den Alltagen der Türkenzeit (z.B.: die glasierten türkischen Gefäße und Krüge). Aus dem Brunnen BFQ070. kam ein Bruchstück eines grün glasierten Fußgefäßes (Tafel Nr. 10. 4) hervor. Außerdem kamen nur einige kleinere glasierte Fragmente in dem hervorgetauchten Fundmaterial, was uns ein Beweis dafür kann, daß in der Siedlung keine größere Ansiedlung von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mehr erfolgte. Wir müssen einen von seiner Funktion speziellen Gefäßtyp hervorheben. Während der Bauarbeit des Tesco-Supermarkets in Bonnhard im Jahre 2007 haben wir eine unregelmäßige Erscheinung dokumentiert (Tafel Nr. 15.6). Das Gefäß war ein graubrauniger, handgedrehter Kochtopf, mit Kiesen und Sand gemagertem Material, großmaßstäblich, mit ausgebogenem, hochgezogenem und abgerundetem Bodenteil, an der Außenseite mit senkrechter und steiler Kante, mit kurzem trichterförmigen Hals. Bei der nächsten Freilegung vom Jahre 2015 kamen zahlreiche, mit diesem Keramiktyp ähnliche Fragmente hervor. Für alle Fragmente sind die starke, kiesige Magerung, der 98

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