Gaál Zsuzsanna - Ódor János Gábor (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 35. (Szekszárd, 2013)

Gaál Attila: Kerámia leletek a Szekszárd-palánki török palánkvár (Jeni Palanka) feltárásából IV.

ATTILA GAÁL Freigelegte Keramikfunde vom Gebiet der türkischen Plankenburg Szekszárd-Palánk (Jeni Palanka) IV. Töpfe, Deckel, Backglocken Im Zeitraum der etwa 10 Jahre langen Freilegung wurden einige kürzere Berichte erstattet und in den früheren Ausgaben dieses Jahrbuches wurde die Verarbeitung einiger größeren Fundmaterialgruppen der ehemaligen türkischen Plankenburg, Jeni Palanka veröffentlicht. Dieses Fundmaterial stammt von der Erschließung und Geländebesuchs von Jeni Palanka (auch Újpalánk benannt), welche Plankenburg etwa vier Kilometer nördlich von Szekszard lag. In unseren früheren Berichten über die hervortauchten Fundstücke wurden die glasierten Tischgeschirre, die aus der Türkenzeit stammenden Fußgefäße und Krüge mit Ausgußrohr, dann - die auf ihrer Fläche meistens unglasierten Krüge und Kanten - veröffentlicht. Diesmal werden die meistens zum Kochen und zur Flüssigkeitspeicherung verwendeten Krüge und Töpfergüter, sowie einige ergänzende Küchenkeramikfunde dargestellt. Die meisten dieser Fundstücke sind aus den zeitgenössischen Quellen, sowie durch die letzjährigen Forschungen über die Burgen und Soldatentums der Türkenherrschaft bekannt geworden. Zu diesen Fundstücken gehören die von einer südslawischen Völkertruppe gefertigten handgeformten und handgedrehten Kochtöpfe, Backgeschirre und deren Zubehöre. Eine andere Gruppe des dargestellten Fundmaterials besteht aus schnellgedrehten und innenglaiserten Gefäße, deren unterschiedliche Variante oft auf den gleichen Fundorten hervortauchen, aber ihre Ausbreitung viel größer ist und beschränkt sich nicht nur auf die südlichen Gebiete. Die Werkstatt der auf Handscheiben mit mittelalterlicher Töpfertechnologie gefertigten Gefäße sollen wir in der näheren Umgebung der Burg suchen - wenn wir ja zumuten, daß ein Teil der schwierig transportierbaren Backgeschirre auch da gefertigt wurden -, wir haben ja leider keine näheren Informationen, ob sie vor Ort oder in irgendeiner naheliegenden Ortschaft fertiggestellt wurden. Die mit Reduktionsbrand gefertigten Töpferwaren der türkischen Plankenburg in Bátaszék, welche etwa 20 Kilometer südlich von uns liegt, zeigt viele Ähnlichkeiten mit den Küchenkeramiken in Újpalánk, so kam der Gedanke auf, daß die Töpferei(en) des naheliegenden ungarischen Marktfleckens Ete vielleicht eine Versorgungsaufgabe ausübte(n). Es wird hier auch angenommen, daß die in der Umgebung lebenden ungarischen Meister den Gebrauch der Handscheibe sogar in unserem Zeitraum kannten, also die Fertigung dieser altmodischen Keramik war für sie nicht fremd. Mangels konkreten Beweise ist das alles jedoch nur eine Theorie, da wir über die in Ete handgemachten Kochtöpfe fürerst noch keine Informationen haben und zwischen dem reduzierten grauen Material und dem dortigen Material noch keine Identifikation nachgewiesen wurde. Eine dauerhafte und bedeutsame Handelsbeziehung konnte jedoch zwischen Ete und Újpalánk nicht zustande kommen, da sich der Marktflecken bereits am Anfang des 17. Jahrhunderts verwüstete. Seine Produkte können so aus den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Burg Vorkommen, die handgemachten Törpferwaren in Újpalánk sind jedoch - wegen der hier rückgesiedelten Südslawen - bis zum Ende des ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts - also im ganzen Zeitraum des Bestehens der Burg - oder sogar nach der Zerstörung der Plankenwände oft auftauchen. Nicht einmal 272

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