Gaál Zsuzsanna - Ódor János Gábor (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 34. (Szekszárd, 2012)

K. NÉMETH ANDRÁS - RÁCZ MIKLÓS: Báta középkori plébániatemploma

ANDRÁS K. NÉMETH - MIKLÓS RÁCZ Die mittelalterliche Pfarrkirche von Báta Die benediktische Abtei der an der südostlichen Ecke des Komitates Tolnau liegenden Gemeinde Báta war eine der bekanntesten Wallfahrtsorten des spätmittelalterlichen Ungarns, wo es ein wichtiger Fährübergang gab und am Anfang des 16. Jahrhunderts zwei Landesmärl<te stattfanden. Das Dorf gehörte dem Abt von Báta. Die Pfarrkirche wird erst nur im Jahre 1408 in Schriftquellen erwähnt, deren Einkommen im Jahre 1420 100-140 Mark betrug und zählte sie damit als die reichste bekannte Pfarrstelle zu dieser Zeit. Der Pfarrer war im Jahre 1451 der Kaplan des Erzbischofs von Esztergom. Der Niedergang der Siedlung wurde von dem Fünfzehnjährigen Krieg herbeigeführt, um 1650 verzogen die Einwohner von Báta in ihrer Angst vor der Türl<en nach der Mohács-Insel. Die Dorfbewohner gingen im Jahre 1620 schon in die naheliegenden Gemeinde Dunaszekcsö zur Messe, so wurde damals die Kirche ganz gewiß nicht mehr benutzt, ihre Umgebung war jedoch bis zum 1742 als Friedhof beansprucht. Ihre Ruinen wurde um 1800 zu Hofgutbaurbeiten abgetragen. 1975 kamen zwei Stützpfosten des gothischen Heiligtums beim Abbruch der Lößwand hinter den Häusern der Hauptstraße (Fő utca) zum Vorschein. Die Lößwand wurde 1998 mit Betonstützwand befestigt, dann wurde die Kirche von János Ódor freigelegt. In der ersten Periode wurde hier eine Kirche gebaut, welche von außen mit einem 12 m langen und etwa 8,1-8,3 m breiten Rundbogenchor versehen wurde und ihr meistens aus römischen Ziegeln gebautes viereckiges Schiff ein Lichtenmaß von 6x6 Meter hatte. Ihre Bauzeit wurde von dem Archäologen auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert, ihre Größe und Maßstab berücksichtigt konnte sie jedoch bereits an der Wende des 11. und 12. Jahrhunderts entstehen, da das Dorf als Allodiumzentrum der am Ende des 11. Jahrhunderts gegründeten Bätaer Abtei bekannt war und auf dieser Stelle schon vor ihrem Aufbau bereits bestattet wurde. In der zweiten Periode wurde die frühere Kirche abgerissen, ihre nördliche Schiffwand wurde aber beim Bau der gothischen Kirche behalten, deren Stützpfostenheiligtum sich mit drei Seiten des Oktaeders verschlossen. Stützpfosten stand an der Hälfte der nördlichen Wand des Heiligtums, dessen Paar aber an der südlichen Seite nicht vorkam, es wurde vermutlich in der Neuzeit spurlos ausgehoben. Das Heiligtum war vom Schiff durch einen Siegesbogen getrennt. Zu der ausgehobenen südlichen Schiffwand paßte sich senkrecht im Schiffinnenraum ein kurzer Wandgrundbau in nord­südliche Richtung. Zu den nordwestlichen und südwestlichen Ecken des Schiffes wurden querorientierte, etwa 1 Meter lange und breite Stützpfosten angesetzt. Die größte Außenlänge der Kirche beträgt 30,8 m, die größte Außenbreite 13,5 m. Die größte Innenlänge beträgt 26 m, die innere Breite 8,7-8,9 m. Die innere Länge des Heiligtums beträgt 9,7-10,2 m, die innere Länge des Schiffes ca. 15 m. Das Lichtenmaß des Schiffes beträgt ca. 8,5-9x15 m, welches eine Grundfläche von etwa 130 m 2 ausmacht. Die Zeit des gothischen Umbauten wurde von dem Archäologen auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts, auf die Zeit der Herrschaft des Königs Zsigmond datiert, wegen der Schnitzarbeiten und der gleichen Breite des Schiffs und des Heiligtums konnte es jedoch Ende des 15-ten oder Anfang des 16. Jahrhunderts erfolgen. Die Orientierung beider Periode weicht mit 20° nach Norden von der regelmäßigen west-östlichen Richtung. Die im Zerstörungshorizont gefundenen 22 aus weichem I<all<stein gefertigten Schnitzereien beweisen das Vorhandensein von größeren Maßwerkfenster, bzw. Torrahmen in der gothischen Kirche. Nach einem Rippenbruchstück an der Überwölbung konnte das Heligtum überwölbt sein­163

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