Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)

K. Tóth Gábor: A honfoglaló magyarság kettőslélek-hitével kapcsolatos jelenségek kelet-európai párhuzamai

Gábor Tóth K. Osteuropäische Paralellen der mit dem Doppelseelen-Glauben der landnehmenden Ungarn verbundenen Erscheinungen (Bestattungen ungarischer Art im Osteuropa) Die osteuropäischen Andenken des archäologischen Bodendenkmals der landnehmenden Ungarn leisten wichtige Angaben dazu, um die Urgeschichte des Ungamtums auf dem Gebiet der in den Schriftquellen erwähnten baskirischen Lewedien und Etelköz zu klären. Das Thema dieser Studie ist die Untersuchung der als urungarisch gesehenen Bestattungen der obenstehenden Gebiete, sowie deren mit dem Doppelseelen­Glauben verbindlichen Elementen, wie z.B.: Leichentücher, Pferdebestattungen und die Trepanation. Die geographische und zeitliche Verbreitung der oben erwähnten Erscheinungen ist sehr ausgedehnt, ist aber im Mittel-Osteuropa zwischen den 8-10. Jahrhunderten in erster Linie an das Ungarntum zu verbinden, insbesondere wenn diese Elemente gemeinsam erscheinen. Nach der Untersuchung der Erscheinungen sind die mit dem Ungarntum verbindlichen Bestattungen (Bolsie Tarhani, Bolsie Tigani, Szterlitamak, Tankejavka) über ihre urungarische Wesen bestätigt worden. Einige von den erwähnten Bestattungen vom Gebiet Lewedien (Manvelovka, Novonikolaevka, Suhaja Gomolsa, Tvjordohlebi und Zaplavka) und Etelköz (Bukarest-Tei, Frumuçica, Krylos, Grozeçti, Krinicki, Probota, Przemysl, Subbotici és Sudova Visnya) lassen sich nach der geprüften Kennzeichen auch als ungarisch zu bezeichnen, insbesondere die Grabstätten in Manvalovka und Korobcino. Die Verbreitung der Trepanationen zwischen dem Dnepr und Donez (Lewedien) in den 8-9. Jahrhunderten können von großer Bedeutung sein, wenn wir sie nämlich mit der Erscheinung des Urungarntums verbinden, dann erhalten wir einen sekundären Beweis über die Anwesenheit des Ungarntums in Lewedien. Es ist auch nicht nebensächlich, daß der größte Teil der von uns gehandelten Fundorte in Lewedien und Etelköz auf dem Gebiet aufzufinden ist, wo sich auch die unbekannte Steppengruppe von Pletnyova befindet.In Lewedien liegen - östlich vom Dnepr - Manvelovka und Novonikolejevka auf diesem Gebiet, am Grenzgebiet befindet sich noch Zaplavka. Westlich vom Dnepr - in Etelköz - sind die Fundorte Korobcino, Krinicki (nur Trepanationen) und Subbotici im Gebiet der Pletnyova-Gruppe zu finden. Da man in dieser Zone mit der Anwesenheit von Bulgaren - wie zwischen dem Dnepr und Nord­Donez - nicht rechnen kann, läßt es sich vermuten, daß wir hier mit von den Ungarn hinterlassenen Bestattungen zu tun haben Die Untersuchung der mit dem Seelenglauben verbundenen Sitten und Traditionen kann bei der Erkundung der osteuropäischen Unterkünfte unserer Ahnen behilflich sein und den Schleier über die Geheimnisse der Zeitperiode vor der Landnahme lüften. 276

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