Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 32. (Szekszárd, 2010)
Szabó Géza: A Dunántúli mészbetétes edények népe kultúrájának kialakulása és belső időrendje a Bonyhádon feltárt temetőrészlet tükrében
fällt mit der Änderung der Bestattungssitte, d.h. mit der Verbreitung mit der Einäscherung zusammen. Die auf den Bonyháder Gefäßen zu sehende reiche Inkrustierung diente als Beweis der statistischen Analysen nicht nur als eine Verzierung, sondern berichtete nach ihrer Form und Verlegung eindeutig auch über den Geschlecht des/der Verstorbenen und über seine/ihre Position in der Gemeinschaft. Die Ausbildung der mit der Körperbestattung, sowie später mit den Brandschüttungsgräbern zu kennzeichnenden ersten beiden Perioden erfolgte in dem Bonyháder Friedhof innerhalb der dritten Periode der Frühbronzezeit. Die früheste Periode (Bonyhád-I.) des Bonyháder Friedhofs stellen davon die Gräber der mit Wickelstäbchen verzierten uninkrustierten Gefäßen körperbestattenen Verstorbenen dar. Die Erscheinung der Brandschüttungsgräber und die Ausfüllung des Wickelstäbchenbettes mit Inkrustierung sind bereits mit der nächsten Periode (Bonyhád-II.) zu verbinden. Aufgrund der Friedhofsstruktur und der Änderung der Form und Verzierung der Gefäße läßt sich das Fundmaterial auf weitere Perioden aufgliedern. Das gemeinsame Vorkommen der mit Wickelstäbchen und Breitstreifen verzierten Funde sind auf die Grenze der Früh- und Mittelbronzezeit, d.h. auf die dritte Periode (Bonyhád-III.) des Friedhofs datierbar. Die klassische vierte Periode (Bonyhád-IV.) ist auch auf dem Gebiet der gleichaltrigen benachbarten Kulturen zu beobachten, sie ist aufgrund der typischen inkrustierten Funde auf den mittleren Drittel der Bronzezeit datierbar. Die fünfte und letzte Periode des Bonyháder Friedhofs (Bonyhád-V.) ist wegen der Erscheinung des Volkes der Hügelgrabkultur mit der Einsiedelung und Grablegung der vom Nord-Transdanubien geflohenen Gruppen des Volkes der Inkrustierkultur zu verbinden. Mit der hier beschriebenen Bestimmung der inneren Chronologie des Friedhofs und mit der auf den Fundort hinweisenden Benennung der einzelnen Perioden möchten wir einen stabile Vergleichsbasis für die weiteren Forschungen bieten. 118