Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 31. (Szekszárd, 2009)

K. Németh András: „Azt hiszem, ezt a nagy kirándulást sohasem fogom elfelejteni". Tolnai József őrvezető második világháborús oroszországi naplója (1942-1943)

Irodalom PIHURIK 2007 J. PIHURIK, Naplók és memoárok a Don-kanyarból, 1942-1943. Bp. 2007. SZABÓ 2001 SZABÓ - SZILÁGYI 2001 P. SZABÓ, Don-kanyar. Bp. 2001. P. SZABÓ - M. SZILÁGYI, Tolnai honvédek a Donnál 1942-1943. Szekszárd 2001. * András K. Németh „Ich denke, ich werde diesen großen Ausflug nie vergessen" Tagebuch des Oberschützen József Tolnai aus Rußland im zweiten Weltkrieg (1942-43) Die Teilnahme der zweiten Ungarischer Armee im zweiten Weltkrieg wurde dank der Betätigung von Peter Szabó ausfuhrlich literarisiert, er und Mihály Szilágyi legten auch die Beziehungen des Komitates Tolna zu der Kriegskatastrophe des Donbogens dar. In den letzten zwei Jahrzehnten erschienen zahlreiche Memoranden und Rückerinnerungen über diese tragische Epoche, neulich ist auch eine ausführliche Analyse der im Donbogen geschriebenen - publizierten und unveröffentlichten - Tagebücher ans Licht gekommen. Meine Publikation möchte die Zahl dieser Quellen mit einem neuen Tagebuch mehren. Der Autor, József Tolnai ist 1918 in Tamási geboren (Bild Nr. 1.). Der vorzügliche Sportler und Buchdrucker erhielt am 22. Oktober 1942 seinen Einberufungsbefehl zu den Minenwerfern des Bataillons I. im Infanterieregiment Nr. 8. von Pécs, die zur Ablösung der in den sommerlichen Brückenkopfkämpfen des Donbogens ausgekämpften Truppen auf die östliche Front losgingen. József Tolnai und seine Kameraden kamen am 20. November in Belgorod an, wo sie dann ihren Weg zu Fuß nach dem etwa 100 Km liegenden Gemeinde Veszelaja fortsetzten. Der Autor war ab 1. Dezember als Schreiber beauftragt und am 6. Dezember wurde ihre militärische Ausbildung angefangen. Der Durchbruch der Front am Don wurde von ihm für 15. Januar festgesetzt. Von nun an - weiterziehend nach Westen ­verbrachten sie jede Nacht in einem anderen Dorf und mit großen Entbehrungen setzten sie ihren Weg auf der Strecke Novij Oszkol-Korocsa-Belgorod-Szumi. Von hier fuhren sie mit Zug nach Kiev, wo der Autor ins Krankenhaus kam. Der Krankenzug fuhr am 20. Februar nach Ungarn ab. Das Tagebuch endet am 24. Februar und der Autor starb in drei Wochen am 15. März an seinen Wunden. Durch seinen Tod wurde nicht nur von der Familie, sondern auch von seinem Chef eine Todesanzeige erstattet (Bild Nr. 3.). Seine Beerdigung fand am 17. März in tiefem Leid in Tamási statt, seine Grabstätte ist im reformierten Friedhof auch heute zu finden (Bild Nr. 4.). Der Autor hat das als Tagebuch benutzte Heftchen gefaltet und trug es aller Wahrscheinlichkeit nach in seiner Tasche. Das Heft verwahrt als besonderes Memento dieses tragischen Zeitalters auch die Spur eine Geschoßanschlags (Bild Nr. 2.). Das Tagebuch von József Tolnai läßt die Kriegskatastrophe des Donbogens aus der Hinsicht eines neulich kennengelernten Teilnehmers darstellen, seine ausführlichen und maßvollen Offenbarungen bezüglich der russischen Bevölkerung machen es zu einer wertvollen Quelle auch innerhalb der Tagebuchliteratur, welche heutzutage immer mehr zum Allgemeingut wird. 92

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