Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 31. (Szekszárd, 2009)
Vizi Márta: A Decs-Ete területén 2009-ben végzett régészeti kutatások. (Előzetes jelentés)
Márta Vizi Vorbericht über die Ausgrabung in Decs-Ete vom Jahre 2009 Im Laufe des Jahres hatten wir die Möglichkeit, an dem südostlichen Teil des Gebietes der Landstadt in drei Segmenten Forschungen durchzuführen (Tafel Nr. 2., Bild 1.). An dem von der Szőlőhegyi Str. südlich liegenden Gebiet machten wir schon früher eine gründliche Untersuchung 1 1, deren Ergebnisse bewiesen, dass noch wesentliche Spuren nach den Ausgrabungen auf diesem Grundstück erschlossen werden (Tafel Nr. 3., Bild 2.). Nach den vorhandenen Luftbildern 3 2 läßt sich feststellen, daß die beiden Seitengassen der Hauptstraße nach dieser Richtung auslaufen. Auf dem Gebiet der Segmente Nr. XVI. und XVIII. (Tafel Nr. 2., Bild 1., Tafel Nr. 4.) tauchten hauptsächlich Gruben hervor. An dem südlichen Teil, am Ende einer östlichen Seitengasse fanden wir jedoch die Ecke eines ehemaligen Hauses (Obj. Nr.105. - Tafel Nr. 4., Tafel Nr. 7., Bild 1-3.). Wir fanden eine Speichergrube (Obj. Nr.103. - Tafel Nr. 4., Tafel Nr. 6., Bild 1-4.) und eine Grube mit geraden Seiten und einem unbeschädigten Krug (Tafel Nr. 4., Tafel Nr. 8., Bild 1-4.). Auf dem Gebiet des Segmentes Nr. XVII. tauchten vier, als Haus oder Hausteil zu betrachtenden Objekte, hervor (Tafel Nr. 5.). Aus den Häusern, hauptsächlich aus dem Objekt Nr. 93. kamen Keramien aus dem Spätmittelalter, unter anderen Wiener Topf, sowie Krüge, Metallgegenstände in großer Menge und eine Scheibe mit Rankenwerk zum Vorschein (Tafel Nr. 9, Bild Nr. 2.). Am südlichen Teil des Segmenten wurde ein ablangformiges Objekt gefunden, an dessen Seiten große Pfahle standen (Objekt Nr. 169 - Tafel Nr. 5., Tafel Nr. 9., Bild Nr. 3.). Im Innenteil wurde mehrere verbrannte und geklebte Flecke entfaltet, im Füllgut konnte man Eisenschlacken in großer Menge, Keramien aus dem Spätmittelalter und Metallmaterial finden. Das Objekt musste aller Wahrscheinlichkeit nach als Werkstatt funktionieren. In der Nähe des südlichen Stadtteils, in dem offenen Segment Nr. XV. wurden zwei Räume eines mehrteiligen Hauses aufgegraben. (Tafel Nr. 2., Bild Nr. 1-2, Tafel Nr. 3., Bild Nr. 1.). Das aufgegrabene Teil des Hauses besteht an der westlichen Seite aus einem Wohnraum, sowie hinterher an der östlichen Seite aus einem Kellerraum. Die Wände des Wohnraumes sind aus gestampften Lehm gefertigt, die von innen eingeschalt sind, die Bretter waren von der Richtung des Wohraums durch viereckige Säulen gestützt. Der Boden des Wohnraums war gestampft und mit Plankenbeschlag gefertigt. Der Boden des Wohnraums war durch eine viereckige Grube aufgerissen, aus der viele Keramienstücke aus dem Spätmittelalter, Bruchstücke eines Ofens und ein ganzes tellerförmige Ofenstück verblieben sind. Der Keller hatte einen viereckigen Grundriß, mit Pfahlkonstruktion, der Niedergang war an der nördlichen Seite ausgestattet. Ein Teil des Niederganges wurde an der nordöstlichen Seite durch Eingraben beschädigt. Im südwestlichen Teil des Raums wurden Spuren einer ovalen Feuerstätte gefunden. Die Ausgrabungen am südlichen Teil der Landstadt ergänzten mit neuen wichtigen Daten die bisherigen Ergebnisse der seit 1996 im Rahmen eines komplexen Archäologenprogramms geführten Forschungen 3 3. 3 1 MIKLÓS - VIZI, 2002, 199-205. 3 2 MIKLÓS - VIZI, 2002, 208-209. 3 3 Letztmals: MIKLÓS - VIZI 2007, 119-134. Ausstellungen: MIKLÓS - VIZI 2001, 49-52, 28-34. t; MIKLÓS - VIZI 2002, 1-20; VIZI 2008b, VIZI 2006, 31-62, 67-68; Im Ausstellungsraum des Museums Mór Wosinsky über die Siedlungsgeschichte „Unsere Erbe - Jahrhunderten des Komitates Tolna" ist eine Auswahl von den Ergebnissen der Forschungen auch heute zu besichtigen. VIZI 2006,31-63. Die bisherigen Forschungen wurden durch die finanzielle Unterstützung der OTKA (T 025385, T 046157), des Nationalen Kulturprogramms, des Ministeriums für die Landeskulturerbe, des Kreisrates des Komitates Tolna, sowie des Komitatsmuseums Mór Wosinsky gefuhrt. Die Verarbeitung des Materiales unserer bisherigen Planforschungen wird im Zeitraum vom 2009 bis 2012 von der OTKA befördert (T 078316). 64