Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 27. (Szekszárd, 2005)
Nagy Margit: A kajdacsi 2. sír fibulapárjának ornamentikája. Megjegyzések a pannóniai langobard I. stílus kapcsolataihoz
RESUMEE Einer der bedeutendsten Schauplätze des frühen Mittelalters und des Übergangs zwischen der klassischen Welt und des christlichen Mittelalters war Ober-Italien, wo der Stil des Zeitalters von dem langobardi sehen Baustil und der dekorativen Ornamentik bestimmt wurde. Die frühere Kunst der Langobarden von westgermanischer Abstammung auf pannonischen Gebieten wurde durch die Sammelreferate von István Bona und Joachim Werner bekannt. Die archäologische-kunsthistorische Forschung vermutete nur früher, dass sich die starke mediterrane Wirkung aufzeichnende langobardische Ornamentik in Italien am Ende des Jahrhunderts VI. nicht da, sonderm bereits auf den früheren Quartierplätzen ausgestaltet hat. Bei den Ausgrabungen von István Borna zwischen 1958-1978 tauchten mehrere Schmuckstücke hervor, die die Kunstwerke der langobardischen Kunst im pannonischen Zeitalter waren. Eine wichtige Frage der universalen Kunstgeschichte über die langobardische Rezeption des I. germanischen Tierstils wurde durch die Ornamentik dieser Fibeln entschieden. Nach der Analyse des Ornamentums der neuen pannonischen Funden stellte Günther Haseloff fest, dass die Langobarden die Variante B. des Tierstils I. in Pannónia übernommen und machten damit eigene Kompositionen, für ihre Schmuckformen adaptiert. Im Jahre 568 vor ihrem Fortgang nach Italien gestalteten sich die langobardischen Juwelierkünstler einen eigenen Stil, der einen Grund zum Abschnitt IL der italienischen Blütezeit des Tierstils sicherte. Die tief geritzten, mit Ranken- und spirálén Motiven gezierten Heftel und Fibeln - die mit dem späten Nydam-Stil zeitgleich sind - kennt man auch aus der Ostgotenzeit von Pannónia. Aus der zweiten Hälfte des V. Jahrhunderts, vor der Zeit der Einwanderung der Langobarden nach Pannónia kann man zwei Gegenstände finden, auf denen Schilderungen mit ganzen Tierfiguren zu sehen sind. Diese frühzeitigen Beispiele der germánén Ornamentik wurden auch von István Bona für die örtlichen Vorgeschichten des langobardischen Ornamentenstils gehalten. Die eine Tierfigur ist auf der grossen, mit Adlerköpfen umgerahmten Schnalle des Ungarischen Nationalmuseums zu sehen. Der obere Dorn der Schnalle wurde als ein Vogelkopf (wie der aus Domolospuszta auch) ausgearbeitet. Beidseitig auf dem ablangen Teil, zwischen den pflanzlichen Rankenmotiven können wir je eine mit Linien gezeichnete, an die Dornspitze kehrende Tierfigur erkennen {Abb. Nr. 7, 1-2, lc, 2c.) Der Kopf des Tieres ist mit einem Halbkreisbogen, sein Hals(?) mit einem Vförmigen Ritz bezeichnet {Abb. Nr. 7, la, 2a.) Zur eckigen Konturlinie des Körpers schliessen sich krallige Vorder- und Hinterbeine an {Abb. Nr. 7, lb, 2b.) Das andere Stück ist ein vergoldeter Säbelscheidenschlag aus Silber von Felpéc, der mit einer dem Tierstil Nr. 1. ähnlichen Komposition ornamentiert ist. Auf dem obereen Teil des Niello-Rahmens setzen sich zwei Reihen klassischer S-förmigen Ranken (in negativer Form), unten sehen wir miteinander gegenüberstehenden Vogelpaare in zwei Reihen, an den Randen eine Reihe von einzelnen Vogelfiguren. Der Körper und die Augen der Vögel sind mit Almandin-Einlagen betont, die Beine sind mit geritzen Linien symbolisiert. Aus dem zusammenstossenden Schnabel der Vögel wurde eine geometrische tannenzweigförmige Muster ausgearbeitet, die als Anschlusselement zwischen den beiden mittleren Vögeln dient. Unter die Vogelfiguren kamen drei spitzohrigen Masken {Abb. Nr. 9.) Auf die Gestaltung der langobardischen Tiermotive übte die Ornamentik der Pferdegeschirrschläge von Veszkény eine grosse Wirkung aus. Nach der Analyse der Heilsbilder in Veszkény {Abb. Nr. 11-20.) lässt es sich feststellen, dass mehrere im nordischen Stil ungewohnte Elemente unter den Mustern vorkommen. Die Schläge wurden ganz gewiss von einem im Norden gelernten Meister gefertigt, der sich bei dieser Arbeit an den örtlichen Wünschen anpasste oder als Wandermeister arbeitete. Die Kunst der Langobarden wurde nach den ikonographischen Parallellen der Funde in Veszkény bereits in der Periode des späten Nydam-Stils, zwischen 470-480 aus Süd-Skandinavien und Jutland direkt beeinflusst, als die Mehrheit des Volkes noch in Böhmen lebte. Der älteste Teil von den veszkényer Pferdegeschirren, die Schelle (Glocke) Nr. 2 wurde mindestens 30-40 Jahre lang bewahrt, bis sie in Pannonién unter die Erde kam. Für das Behalten der früheren Formen ist estypisch, dass sogar die Frauen aus Várpalota, Tamási und Mohács die Fibelntypen der thüringischen Zeitalters bewahrt. 60