Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 24. (Szekszárd, 2002)

K. Németh András: Kammerer Ernő életéről, munkásságáról és hagyatéka régészeti vonatkozásairól

András K. Németh Die Skizze vom Leben und Nachlass von Ernő Kammerer in archäologischer Hinsicht Mein Schreiben stellt dem zu unrecht vergessenen Wissenschaftler, Ernő Kammerer ein Andenken, der sich mit der Mittelalterlichen Geschichte des Komitats Tolna beschäftigte, und der in unserem Komitat 1856 geboren und 1920 verstorben war. Er machte sein Diplom in Budapest in Jura, hier arbeitete er auch als Parlamentsabgeordneter unseres Komitats sowie als Gründungs-Regierungskommissar und erster Direktor des Museums für schöne Künste. Sein Interesse für Geisteswissenschaften entwickelte sich früh, während seiner Universitätszeit machte er als Student von Römer Flóris selber Ausgrabungen aus der Römerzeit, obwohl er sich später nur mit dem Mittelalter und der Türkenzeit beschäftigte. Er war Mitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften: Nationale Archäologische und Anthropologische Gesellschaft., Ungarische Geschichtliche Gesellschaft, Ungarische Gesellschaft für Heraldik und Genealogie. Er trennte sich nie von seinem Heimatland; er hatte eine feste Freundschaft zu Mór Wosinsky, dem Pfarrer und Archäeologen, der sein Schulkamerad war, und der das Komitatsmuseum gründete. Das Szekszárder Museum hat er auch durch Spenden und mit seinen politischen und gesellschaftlichen Beziehungen unterstützt. Er ist Gründugsmitgilied der Geschichtlichen und Archäologischen Gesellschaft des Komitats Tolna, des Bildungsvereins des Komitats Tolna sowie des Ausschusses des Museumsvereins des Komitats Tolna. Archäologische Funde hat er auch selber gesammelt in der Nähe seines Familiengrundstücks bei Koppányszántó, aber noch mehr hat er dem Komitats- und dem Nationalmuseum gestiftet. Wosinsky und Kammerer übernahmen zusammen das Zusammenstellen der Geschichte des Komitats Tolna zum Millennium der Landnahme, aber Kammerers Teil wurde nie fertig. Das wertvolle Ergebnis seiner Sammlungen ist in dem Archiv von Szekszárd zu finden; am Ende meines Essays, werde ich daraus ein paar Briefe mit archäologischer Beziehung präsentieren, danach zähle ich seine gedruckten Werke auf. Von denen ragen die heute noch oft gelesene auch von ihm editierte Urkundensammlung heraus, die Urkunden präsentiert, die im Archiv der Zichy Familie zu finden sind, und die Steueraufnahme aus der Türkenzeit. Er ist ein glänzendes Beispiel für einen Juristen aus der Zeit des Dualismus, der sich in seiner Freizeit auch mit Geisteswissenschaften beschäftigte und auch das Schicksal seines Landes formen konnte. 295

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