Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 21. (Szekszárd, 1999)
Vízi Márta: Ásványvizes palackok Tolna megyéből
Márta Vizi Mineralwasserkrüge aus dem Komitat Tolna Bei der Freilegung des Burgkastells in Ozora (die Ausgrabungen setzte István Feld mit seinem Team von 1980 bis 1992 fort) wurden auch neuzeitliche Keramikmaterialien freigelegt. Die Autorin verarbeitet diese im Rahmen einer Ph.D. Dissertation. In dieser Abhandlung wird nur auf eine Art der Funde eingegangen, nämlich die Mineralwasserflaschen. Die Bedeutung der Wahl besteht darin, daß über diesen Typ in der ungarischen Fachliteratur bisher noch kein Wort geschrieben und keine Skizzen publiziert wurden. Im ersten Teil faßte die Autorin die Herstellung der Steinzeugkrüge, die wichtigsten Eigenschaften der Krüge, die Geschichte der Mineralwasserversendung, wie sie in der deutschen Fachliteratur beschrieben wird, zusammen. (Brinkmann 1982, Nienhaus 1983, 1984, 1986, Seewaldt 1990.) Die Bekanntmachung der von Brinkmann erarbeiteten Typologie hat bei der Bestimmung und Chronologie der in Ungarn gefundenen Krüge geholfen. Um ein ausfürlicheres Bild über die Krüge zu bekommen, wurden noch weitere Nachforschungen angestellt. So hat man in Ethnographischer Sammlung im Wosinsky Mór Museum weitere 7 gefunden. Die Autorin konnte deswegen weitere Exemplare untersuchen, weil diese Krüge bei den ungarischen Sammlern sehr beliebt sind, und sie waren bereit, diese Stücke zum Zwecke der Bearbeitung auszuleihen. So wurden im zweiten Teil insgesamt 24 Krüge beschrieben und analysiert. Nach der Form der Flaschen, den Brunnenstempeln und den Töpferzeichen konnte man bei den vorhandenen Krügen 9 Gruppen unterscheiden. Ein Krug stammt aus dem 18-ten Jahrhundert, andere aus dem 19-ten und aus den ersten Jahrzehnten des 20-sten Jahrhundert. Die Fundorte,woher die Krüge stammen, sind unterschiedlich, Umgebung von Trier, Nassau, Bayern und Karlsbad. So wurde das Mineralwasser aus verschiedenen Mineralwasserbrunnen importiert. Diese Zusammenfassung konnte aber nur ein vorläufiger Bericht mit einem Katalog über die Mineralwasserkrüge sein. Nach einer weiteren Materialsammlung kann man wahrscheinlich eine ausführlichere Typologie und Chronologie über die in Ungarn gefundenen Krüge bekommen. Über den Mineralwasserversand nach Ungarn und die diesbezüglichen Fragen (Mineralwasserhandel, Benutzer usw.) kann man erst später befinden. 337