Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 20. (Szekszárd, 1998)

Barna József–Gaál Attila: Gondolatok és tények a TISICUM egy – a Tolna megyében végzett vízalatti kutatásokat is érintő, – írásával kapcsolatban

Attila Gaál Gedanken und Fakten über eine auch die Unterwasserforschung im Komitat Tolna betreffende Sudie im TISICUM 8 Es ist vielleicht ungewöhnlich, wenn in einem Museumsjahrbuch auf eine Publikation eines anderen Museums reagiert wird, Bemerkungen über die Umstände der Veröffentlichung und über den Wahrheitsgehalt der Studie gemacht wird. 9 Aus mehreren, nicht von mir abhängigen Gründen habe ich jetzt aber keine andere Wahl, und muß dazu Stellung nehmen. Das Szolnoker Museum veröffentlichte nämlich Ende 1996 im archäologischen Teil seines Jahrbuches eine Studie von Géza Szabó, der bis zum Anfang desselben Jahres ein Miterbeiter des Szekszárder Museums war. In dieser Studie beschäftigte sich der Verfasser auch mit der seit 1986 durchgeführten Unterwasserforschung in der Donau im Komitat Tolna. Im 9. Anmerkungspunkt und in der deutschen Zusammenfassung werden mehrere Details über die Ereignisse der Freilegung und über die Entscheidungen des Ausgrabungsleiters geschildert. Ob diese Schilderungen falsch oder wahr sind, wirkt sich auch auf die Schlußbewertung der Forschung aus. Außerdem beinhaltet die Studie auch fachliche und ethische Behauptungen, die es ermöglichen, die Fachöffentlichkeit falsch zu informieren und zu verwirren. Deshalb können diese Feststellungen nicht ohne Bemerkung gelassen werden. Ich selbst begann im Jahre 1984 mit der Erforschung der römischen Festung im Donau-Fußbett bei Bölcske in Zusammenarbeit mit Mihály Kőhegyi, dem Archäologen des M îseums István Türr in Baja. Später im Herbst 1986 wurde mir mitgeteilt, daß der niedrige Wasserstand es ermöglicht, die Forschungen fortzusetzen. Als Ausgrabungsleiter zog ich dann Géza Szabó, und als Konsultanten Endre Tóth und Sándor Soproni, die Mitarbeiter des Ungarischen Nationalmuseums, die sich mit der Forschung der römischen Festungen beschäftigen, zur Arbeit hinzu. Alle fachlichen Entscheidungen wurden in Abstimmung mit den Konsultanten getroffen. Das geschah sowohl beim Anfang der Arbeit als auch nach 1994, als ich die Zusammenarbeit bei der Freilegung mit Géza Szabó nicht mehr in Anspruch nahm. Endre Tóth und Sándor Soproni wirkten hingegen bei der Freilegung weiterhin mit. Sándor Soproni nahm sogar bis zu seinem Tod an der Freilelgung persönlich teil. Unseren ursprünglichen Plänen entsprechend werden die Ergebnisse in einem selbstständigen Band veröffentlicht werden. Der Band kommt als Gemeinschaftsarbeit zustande, deren Mitglieder von dem Ausgrabungsleiter und den Konsultanten ausgewählt wurden. Nachdem der Verfasser der Studie im TISICUM aus der Arbeit ausgeschieden war, veröffentlichte er ohne Zustimmung und Genehmigung einen Teil der Freilegungsergebnisse im ersten Band der von ihm redigierten Dorfmonographie mit dem Titel „Vergangenheit und Gegenwart in Bölcske". 10 Unter denselben Rechtsumständen kam später auch die Studie für das Szolnoker Jahrbuch zustande. Zu den beiden Publikationen machte er ebenfalls ohne Zustimmung und Genehmigung Fotos, und legte Zeichnungen über die Festung bei. Unter den Fotos findet man Aufnahmen sowohl über Altersteine mit Inschrift und Grabaltäre aus der Freilegung vor 1994, als auch „Pirat­Aufnahmen" über die neben der katholischen Kirche in Bölcske ausgestellten Steine aus der späteren Freilegung. Das ethische Vergehen kann nicht einmal durch die unklaren und durcheinandergebrachten Bildunterschriften und die Unlesbarkeit der Steininschriften entschuldigt werden. (Die unklaren Bildunterschiften müssen der Fehler vom Redakteur, die Unlesbarkeit der Steininschriften der der Druckerei gewesen sein.) Damit meine Bemerkungen auch diejenigen verstehen können, die die Studie von Géza Szabó nicht gelesen, oder die Details nicht mehr in Erinnerung haben, halte ich für wichtig einen Teil der deutschen Zusammenfassung hier ohne Änderung zu zitieren. ' „Die Freilegung ist bei weitem nicht beendet, es bleiben noch die Bearbeitung der Funde und die Wertung der Ausgrabungsergebnisse übrig, deshalb beabsichtigen wir im eiteren nur eines der Probleme, nämlich die Struktur vom Limes nach unseren Beobachtungen anzudeuten. (Hoffentlich kann Szabó Géza: Víz alatti régészeti adatok a Pannónia-Barbaricum határvonal IV. századi védelmének kérdéséhez. Tisicum. A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve, Dí. Szolnok, 1996. 77-102. (im weiteren kurz Szabó, 1966. genannt.) 9 Redakteure László Madaras - László Tálas - László Szabó. Verlag: László Tálas, der Direktor des Komitatsmuseums. Der Redakteur des archäologischen Teiles: László Madaras. 10 Szabó Géza: A „bölcskei sziklák" és a magyarországi víz alatti régészeti kutatások kezdetei. Múlt és jelen Bölcskén. Bölcskei tahnulmányok. 1. Redakteur: Szabó Géza. Bölcske 1994. 115-128. 1 ' Der zitierte Teil entspricht im wesentlichen dem 9. Anmerkungspunkt des ungarischen Textes. 217

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