Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 14. (Szekszárd, 1988)

die niederen Stufen der Hierarchie von Bestattungen mit Steinbeil gehörenden Gräber stufenweise immer von grösserer Entfernung des zentralen Teiles der Bestattungen mit reichen Gerätebeigaben befinden. Die „Steingeräte-Hierar­chie" zeigt sich vielleicht in Villánykövesd am besten, wo es wieder eine Rangordnung mit Steinbeilen, und eine mit Steinkeilen gibt; die Bestattungen der zweierlei Hierarchie stimmen nicht einmal hier miteinander überein. Die Konzentration der Männerbestattungen im Falle der reichsten ist auch hier zu beobachten, ebenso, wie die Stufenfolge am Reichtum an den Stein­geräten. Im Gebiet der, durch die Keramik spiegelnde Hierarchie oder Rangordnung is kein wesentlicher Unterschied zwischen den Gräberfeldern der westlichen Linienbandkeramik und der Lengyel-Kultur. Bis diese keramische Hierarchie in der Lengyel-Kultur ausgeprägt, in entwickelter Form erscheint, solange scheint dieselbe in der westlichen Linienbandkeramik nicht so eindeutig. In den Gräberfeldern der Linienbandkeramik sind Gefässe von viel kleinerer Anzahl beigegeben, als in der Lengyel-Kultur, und auch die Zahl der Gefässarten ist viel niedriger. Die grosse Anzahl der charakteristischen Gefässarten in den Grä­berfeldern der Lengyel-Kultur zeigt eine Homogenität, das kann darauf hindeu­ten, dass die Grabkeramik nicht nur als Zeichen des Prestige betrachtet werden kann; die Anzahl und die Kombination, die Zusammensetzung der Gefässe in den Gräbern nach könnte ausser dem Lebensalter (Sterbealter) und dem Geschlecht der Bestatteten auch mit ihrer Abstammung, Herkunft in Beziehung stehen, gleichzeitig kann die besondere Stellung, höherer Status mancher Frauen gegen­über von anderen Frauen gezeichnet werden. Die hinweisenden Daten aus der westlichen Linienbandkeramik sind nicht eindeutig, wie jene aus der Lengyel-Kul­tur; anzunehmen ist, dass die Veränderung der Beigabensitte im Fall der Keramik auch mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Änderungen in Beziehung ge­bracht werden kann, wenn sich die Rolle der Frauen dem keramischen Beigaben nach ändern konnte. Männerbestattungen mit auffallend reichen Gerätebeigaben befinden sich in sehr kleiner Anzahl in fast allen Gräberfeldern der westlichen Linienbandkera­mik, ebenso auch der Lengyel-Kultur. Beide Zeitperioden zeigen Ähnlichkeiten in dieser Erscheinung: die führende Rolle der Männer im wirtschaftlichen Leben änderte sich nicht einmal im Spätneolithikum (in der Lengyel-Kultur). In den Gräberfeldern beider Kulturen kommen die Bestattungen der, mit Beigaben durchschnittlich oder ärmlich bestatteten Personen am häufigsten im Falle beider Geschlechter vor. Etwas niedriger ist die Anzahl der Gräber ohne Gerätebeigaben und der beigabenlosen, der grösste Teil von letzteren hat aus Kinderbestattungen bestanden. Aufgrund der Ergebnisse der Analysen ist für wahrscheinlich zu halten, dass in beiden Kulturen an der Spitze der einzelnen Familien, Grossfamilien und Sippen, und der Dörfer, solche Männer gestanden haben, die sich Ansehen, höheres Status, eventuelle Macht aufgrund ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse verschaft haben konnten. Über die wirtschaftlich-gesellschaftlichen Fragen, soziallarchäologischen Probleme des Neolithikums sind auch im bisherigen viele Vorstellungen, Ideen entstanden. Die Untersuchung der wirtschaftlich-gesellschaftlichen Verhältnisse des 106

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