Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Nikola Tasić: Sopot–Lengyel, Lasinja und Boleraz Funde in Gradina am Bosut in der Nähe von Šid

zen und fragmentartigen Stücken im „äneolithischen Humus" auf Gomolava prä­sent. 8 B. Brukner ordnet sie in den „Prototiszapolgar"-Horizont des frühen äneoli­thischen Donauraumes, ein und zwar aufgrund ähnlicher Funde aus Gospodjinci. 9 Die zweite Form aus dem Horizont Bosut IIa stellt eine Schüssel mit breit ausla­dendem, an der Innenseite verdicktem Rand dar. Diese Form wird von den Trä­gern des Boleraz-Stils als eine seiner wesentlichen Kennzeichen aufgenommen. Die weitere Entwicklung dieser Form ist durch das Erscheinen flacher Kannelu­ren an der Innenseite des Randes, eine Vergröberung des unteren Gefaßteils, Or­namente usw. charakterisiert. Die übrigen Keramikformen aus dem Bosut Ila-Ho­rizont behalten die Gestalt des Sopot-Lengyel-Stiles und bestätigen, was bei der stratigraphischen Analyse der Schicht betont wurde, daß eine zeitliche und kultu­relle Kontinuität zwischen der Bosut I und Bosut IIa -Siedlung besteht. BOSUT IIb - HORIZONT Dieser Horizont von Garadina konnte nur aufgrund der Stilmerkmale des Materials und der Tatsache abgetrennt werden, daß die Anzahl der jüngeren For­men in den oberen Schichten des Bosut II-Horizonts größer ist. Sie gehören zu den typischen Formen der Boleraz- bzw. Cernavoda III-Boleraz-Kultur. 10 Die Siedlungsreste aus diesem Horizont sind etwas ausgeprägter, neben Gruben ver­zeichnete man auch eine größere Fläche, die mit keramischem Material fundiert ist und die Basis eines Häuserobjektes sein kann. Diese geschlossene Einheit ist für die Betrachtung der Beziehungen zwischen dem Üalaton-Lasinja und Boleraz­Stil allein durch die Tatsache von Bedeutung, daß hier Elemente sowohl der einen als auch der anderen Kultur auftreten. Die Lasinja-Keramik hält sich, gleichzeitig treten jedoch ebenfalls die für den Boleraz-Stil typischen Formen auf: Tassen mit überrandständigem Bandhenkel, der Rezipient weist vertikale oder schräge Kan­neluren auf; Schüsseln großer Dimensionen mit weit ausladendem Rand, an des­sen Innenseite sich flache Kanneluren befinden; Amphoren und Töpfe mit Fisch­grätenornament usw. Im Bereich der Gefaßverzierung bestehen die Merkmale dieses Horizonts in einer Vergröberung der unteren Gefaßfläche (Pseudobarbo­tin), sehr häufig in plastischen Bändern, besonders bei groben Gefäßen, in der Verzierung durch das Besen (Kamm)-Motiv und die Erscheinung des Ein­stichkranzes. Das sind die wichtigsten Eigenschaften des Boleraz-Stils, von denen viele etwas später von der Baden-Kultur übernommen werden. Die stratigraphischen Wahrnehmungen in Bosutska Gradina haben für die Erforschung der Genese der frühen äneolithischen Kulturen dieses Gebiets große Bedeutung, und wir werden versuchen, hier auf einige der wichtigsten Elemente hinzuweisen: a) Die Frage der Beziehungen zwischen der Sopot-Lengyel und Lasinja (Ba­laton-Lasinja I) -Kultur wurde nicht mit ausreichender Klarheit und von allen Au­toren unterschiedlich behandelt. S. Dimitrijevic meint, daß in der Genese der La­sinja-Kultur die Sopoter Kultur eine grundlegende Rolle spielte, als Substrat, das die „Baden-Kultur transformierte", bzw. daß die Lasinja-Kultur eine badenisierte 54

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