Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)
Eugen Comşa: Betrachtungen über die sozialökonomische Organisation der neolithischen Gemeinschaften auf rumänischem Boden
Betrachtungen über die sozialökonomische Organisation der neolithischen Gemeinschaften auf rumänischem Boden EUGEN COMÇA, BUKAREST Die Fortschritte, die in den letzten drei Jahrzehnten beim Studium der schwierigen Entwicklungsfragen der neolithischen Gemeinschaften auf rumänischem Gebiet erzielt wurden, ermöglichen den Versuch, die verschiedenen Aspekte der sozialökonomischen Ordnung in diesem Zeitalter zu untersuchen. Im Laufe der Zeiten wurden bereits manche Probleme dieser Art von Fachleuten untersucht oder zumindest aufgeworfen, denen jedoch nur verhältnismäßig spärliche Daten zur Verfügung standen. Bei unseren Forschungen ist auch zu berücksichtigen, daß die Entwicklung der neolithischen Gemeinschaften auf diesem Gebiet nicht in allen Gegenden gleichzeitig vor sich ging, sondern von den verschiedenen geographischen Voraussetzungen abhing. Zu bemerken ist, daß die meisten Elemente des Fortschritts vor allem im Früh- und Mittelneolithikum - zuerst im südlichen Teil Rumäniens auftraten und sich von hier aus nach Norden ausbreiteten. Auch der Prozeß der Neolithisierung ist in gleicher Weise abgelaufen. Eine wichtige Rolle spielten auch die Vorkommen von Bodenschätzen und Wasserläufen, sowie die Reliefformen. Ferner ist zu bedenken, daß der Entwicklungsrhythmus einer bestimmten Gegend nicht während des ganzen Zeitalters unbedingt konstant zu bleiben brauchte, sondern vielleicht in einer Zeitspanne ansteigen, in der nächsten abfallen, aber der darauffolgenden von neuem anziehen konnte. Offenbar stand ein solcher schwankender Rhythmus in direkten Beziehungen zu den erwähnten Faktoren und auch zu manchen (ein- oder gegenseitigen) Einflüssen von außen her. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, ist die Gesellschaftsordnung in dem betreffenden Zeitalter in höchstem Maße durch die Wirtschaftstätigkeit bedingt. Jede etwas bedeutendere Veränderung der letzteren läßt sich kurz darauf in der Lebensweise und später der sozialen Organisation erkennen. Auch die Siedlungs- und Wohntypen hängen direkt mit der Wirtschaftstätigkeit zusammen, die die Lebensweise bedingt. Zur Erläuterung diene ein signifikantes Beispiel: Während der ersten beiden Phasen der Boian-Kultur (Bolintineanu-und Giulesti-Phase) ist in der Walachei eine allmähliche normale Entwicklung mit einer 41